Arminia Bielefeld: Abschied von der Alm - DER SPIEGEL
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Arminia Bielefeld Abschied von der Alm

Die Bielefelder "Alm" ist eines der traditionsreichsten Fußballstadien Deutschlands. Doch für schöne Erinnerungen kann man sich nichts kaufen. Deshalb hat der hoch verschuldete Zweitligist die Namensrechte für die vereinseigene Spielstätte veräußert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bielefeld - Das vereinseigene Stadion der Bielefelder Arminia heißt ab sofort und bis mindestens 2007 Schüco-Arena. Wie viel Geld die ortsansässige Firma, die Bausysteme vertreibt, für die Namensrechte bezahlt hat, ist nicht bekannt. Den Zweitligisten drücken Schulden in Höhe von vier Millionen Euro, die Spieler müssen auf einen Teil ihres Gehaltes verzichten.

"Wir freuen uns, eines der bedeutendsten Bielefelder Unternehmen als Namensgeber an uns zu binden", sagte Arminia-Geschäftsführer Roland Kentsch am Dienstag. Die Einnahmen sollen unter anderem dazu verwendet werden, das bislang von der Stadt gepachtete Trainingsgelände zu erwerben und entsprechend der DFL-Vorgaben auszubauen.

"Wir werden in dreieinhalb Jahren überprüfen, ob die Partnerschaft fortgeführt wird", fügte Kentsch hinzu. Ziel sei aber eine langjährige Zusammenarbeit zwischen der Arminia und Schüco. Die Firma, die sich auch beim Formel-1-Rennstall McLaren-Mercedes engagiert, sponsert seit Mitte der siebziger Jahre den Fußballclub.

"Wir möchten Arminia Bielefeld fit für die Zukunft machen und dazu beitragen, den Verein auf möglichst hohem Level zu etablieren", sagte Schüco-Sprecher Thomas Lauritzen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Marktführer im europäischen Fenster- und Fassadenmarkt und erzielte 2001 einen Umsatz von gut einer Milliarde Euro.