Atlético Madrid Erstklassig um jeden Preis
Madrid - Am letzten Spieltag der Fußball-Saison in Spanien reichte selbst ein Sieg für Zweitligist Atlético Madrid nicht, um in die Primera Division aufzusteigen - denn die Konkurrenz punktete ebenfalls. Weil es sportlich nicht klappte, zauberte man bei den Rotweissen einen innovativen Alternativplan aus der Schublade. Nach Angaben der Sportzeitung "Marca" wollte Atlético den Lokalrivalen und Erstligisten Rayo Vallecano für umgerechnet 70 Millionen Mark aufkaufen, um mit einem "gemeinsamen" Team in der Ersten Liga anzutreten.
Beide Vereine bestätigten inzwischen, dass es Gespräche gegeben habe. Sie erklärten die Übernahmepläne jedoch für gescheitert, weil die Fans und Mitglieder einen Zusammenschluss nicht akzeptiert hätten. Die Unternehmerfamilie Ruiz-Mateos, die die Mehrheit der Rayo-Anteile besitzt, hatte sich kürzlich grundsätzlich bereit erklärt, den Erstligaclub zu verkaufen.