Auch Lisztes weg: Bremen blutet aus - DER SPIEGEL
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Auch Lisztes weg Bremen blutet aus

Der SV Werder ist Tabellenführer der Fußball-Bundesliga und hat gute Chancen, Meister Bayern München zu entthronen. Dennoch laufen dem Club die Spieler weg. Nach Ailton und Mladen Krstajic wird mit dem Ungarn Krisztian Lisztes der dritte Stammspieler Bremen zum Saisonende verlassen.
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Bremen - "Wir haben ihm ein für unsere Verhältnisse sehr gutes Angebot gemacht", sagte heute Werders Sportdirektor Klaus Allofs, "leider hat er andere Vorstellungen." Lisztes wird den SV Werder deshalb zum Saisonende ablösefrei verlassen. Der Ungar wird mit den italienischen Erstligisten AC Perugia und Sampdoria Genua in Verbindung gebracht.

Allofs bedauerte Lisztes' Entscheidung: "Als er 2001 vom VfB Stuttgart zu uns kam, hatte er dort nicht die Anerkennung wie jetzt bei uns. Er ist in Bremen Stammspieler und fester Bestandteil der Mannschaft geworden." Lisztes hatte stets betont: "Ich kenne meinen Wert, der nächste Vertrag muss der Vertrag meines Lebens sein." Der 27-Jährige absolvierte diese Spielzeit alle 18 Bundesligapartien und erzielte dabei drei Tore.

Zu weiteren Gehaltsnachbesserungen über das vorgelegte Angebot hinaus war Bremen nicht bereit, obwohl der Club bereits Ailton und Krstajic aus finanziellen Gründen zu Schalke 04 ziehen lassen muss. Mit dem Finnen Pekka Lagerblom, der am Samstag beim 4:0-Sieg gegen Hertha BSC sein Bundesligadebüt feierte, hatte der SV Werder bereits in der Winterpause einen potenziellen Ersatz für Lisztes verpflichtet.

Geht auch Ivan Klasnic?

Noch keine Klarheit gibt es im Fall Ivan Klasnic. Der Kroate, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, soll gehalten werden. Doch der 24-Jährige, der vom Hamburger SV umworben wird und früher für den FC St. Pauli spielte, ziert sich. "Es kann alles sehr schnell gehen oder aber auch noch dauern", sagte Klasnic der "Kreiszeitung Syke".

"Mit Ivan haben wir noch nicht so oft und lange gesprochen wie mit Lisztes", sagte Allofs, "aber auch bei ihm wird irgendwann der Moment kommen, wo wir auf eine Entscheidung drängen - so oder so." Klasnic schaffte diese Saison den Durchbruch und traf bislang sechsmal in der Bundesliga.

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