Aufräumen beim FCK Jäggi und Gerets drohen mit weiteren Rauswürfen
Kaiserslautern - "Wir ziehen es zusammen durch. Bis Saisonende. Ohne Wenn und Aber", erklärte Jäggi in einem Interview mit dem "Kicker". Am Mittwoch hatte Gerets Ex-Nationalspieler Steffen Freund, 34, den früheren Kapitän Thomas Hengen, 29, und Mittelfeldspieler Markus Anfang, 29, aus dem Bundesliga-Kader verbannt.
Er plane nicht mehr mit ihnen, so der Belgier, der mit einer kleineren Trainingsgruppe konzentrierter und effektiver arbeiten will. Bis zum Saisonende dürfen Freund, Hengen und Anfang bei den Regionalliga-Amateuren des Vereins trainieren, wenn sie das wünschen. Auch die vertraglichen Verpflichtungen werden erfüllt, betonte der Club, der den Spielern keinen Grund zu einer arbeitsrechtlichen Klage geben will.
Jäggi schließt zudem nicht aus, dass in den kommenden Wochen noch weitere Profis ausgemustert werden. "Wenn jemand meint, sich in Zukunft nicht am Riemen reißen zu müssen, kann durchaus noch mehr passieren. Erik Gerets ist bereit, diese Situation notfalls auch mit nur 15 Mann zu Ende zu bringen", sagte der Clubchef.
"Ganz deutliche Verbesserung der Disziplin"
Von der Ausmusterung der drei Spieler erhofft sich Jäggi ("Wir werden nicht absteigen") vor allem "eine ganz deutliche Verbesserung der Disziplin". Der FCK-Boss richtete deshalb auch eine klare Forderung an das Team: "Ich möchte im nächsten halben Jahr nicht mehr sagen müssen, diese Mannschaft ist ein Sauhaufen."
Die geschassten Spieler, deren Verträge am 30. Juni enden, gaben sich überrascht. "Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen", klagte Anfang. Auch Hengen wunderte sich: "Es gab keinen Anlass für diese Maßnahme." Freund wollte sich öffentlich nicht äußern. Der 21-fache Nationalspieler war erst im Sommer ablösefrei von Tottenham zum FCK gewechselt - auf Gerets' ausdrücklichen Wunsch.