Aufsteiger Thömmes schießt Trier in die zweite Liga
Trier - Eintracht Trier kehrt nach 21 Jahren im Amateurlager in die zweite Fußball-Bundesliga zurück. Das Team von Trainer Paul Linz sicherte sich am Samstag durch einen 2:1 (2.1)-Sieg bei der TSG Hoffenheim den Aufstieg.
Vor einer Woche hatte bereits Wacker Burghausen als Meister der Regionalliga Süd den Sprung nach oben geschafft. Trier (59 Punkte) profitierte von der klaren 1:4 (1:1)-Niederlage des ärgsten Verfolgers SV Wehen (54) bei den Sportfreunden Siegen.
Auch Lübeck wieder zweitklassig
Jahn Regensburg - 2:0 (1:0) gegen Darmstadt - und Rot-Weiß Erfurt - 3:1 (1:1) gegen die Bayern-Amateure -, die vor dem 33. Spieltag ebenfalls noch Aufstiegschancen hatten, nutzten auch die Heimsiege nichts mehr. Die drei Treffer beim Trierer 2:1-Sieg in Hoffenheim fielen innerhalb von nur vier Minuten.
Mehmet Dragusha brachte die Eintracht 1:0 in Führung (20.), im Gegenzug glich jedoch Thorsten Müller für Hoffenheim zum 1:1 aus (21.). Zum Trierer Helden avancierte dann einmal mehr Mittelfeldspieler Rudi Thömmes, der einst schon die Bundesligisten Schalke 04 und Borussia Dortmund mit seinen Toren aus den DFB-Pokal geworfen hatte. Thömmes traf nach 24 Minuten zum 2:1.
Aus der Regionalliga Nord kehrt der VfB Lübecknach fünf Jahren Drittklassigkeit in die zweite Bundesliga zurück. Am 33. und vorletzten Spieltag setzte sich die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking mit 2:1 (0:0) gegen
Zweitliga-Absteiger Chemnitzer FC durch und sicherte sich damit die Meisterschaft und den Aufstieg.
Dagegen verpasste Ex-Meister Eintracht Braunschweig die vorzeitige Rückkehr isn Profigeschäft. Die Niedersachsen verloren bei Erzgebirge Aue 1:2 (0:0) und haben vor dem letzten Spiel gegen
den nur noch mit theoretischen Chancen anreisenden Ex-Bundesligisten Wattenscheid 09 nur noch einen Punkt Vorsprung auf Rot-Weiß Essen, das 4:2 (2:0) gegen Werder Bremens Amateure gewann und zum Saisonfinale bei Preußen Münster antreten muss.
Lübecks entscheidenden Treffer erzielte vor 12.000 Zuschauern Dennis Kruppke in der 89. Minute. Der Chemnitzer Krystian Prymula (77.) hatte zuvor Lübecks erste Führung durch Jiri Homola (62.)
ausgeglichen. Der VfB, der von 1995 bis 1997 bereits in der zweiten Liga spielte, plant in der kommenden Saison mit einem Etat von rund fünf Millionen Euro.