Aus in Wolfsburg Wolf muss Röber weichen
Wolfsburg - Wolf hat nach Angaben des Vereins am Montagabend um die vorzeitige Auflösung seines am 30. Juni 2003 endenden Arbeitsverhältnisses gebeten. Der vor einem Jahr bei Hertha BSC entlassene Röber erhält einen Vertrag bis 2006, der allerdings nur für die erste Liga gilt. Der 49-Jährige wurde am Dienstagnachmittag offiziell vorgestellt.
Es ist der vierte vorzeitige Trainerwechsel in der laufenden Bundesliga-Saison. Vorher waren Andreas Brehme (Kaiserslautern) und Klaus Toppmöller (Leverkusen) entlassen worden. Hans Meyer war am vergangenen Samstag als Coach von Borussia Mönchengladbach zurückgetreten.
An Wolfs Schicksal änderte auch das Ausgleichstor von Tomislav Maric am Samstag in der 90. Minute beim 1:1 in Nürnberg nichts mehr. Mit nur einem Sieg in der Rückrunde taumelt die Mannschaft um den bislang enttäuschenden Star-Einkauf Stefan Effenberg immer weiter den Abstiegsrängen entgegen, statt dem angestrebten Saisonziel, einem Platz im internationalen Wettbewerb, näher zu kommen. Die Trennung von Wolf zum Saisonende hatte Manager Peter Pander, dessen Vertrag kürzlich bis 2008 verlängert wurde, bereits in der Winterpause verkündet.
"Mit Jürgen Röber haben wir einen Trainer gewinnen können, der bereits erfolgreich in der Bundesliga gearbeitet hat", kommentierte Aufsichtsratsvorsitzender Lothar Sander den Wechsel an der Seitenlinie, "dabei hat Röber sich als qualifizierter Fachmann gezeigt, der zudem eine Mannschaft motivieren und führen kann." Röber war in der Bundesliga Trainer beim VfB Stuttgart und in Berlin, wo er im Februar vergangenen Jahres entlassen worden war.
Erfolg sei nur möglich, "wenn Ruhe einkehrt und die Jungs sich auf die anstehenden Aufgaben voll konzentrieren können", wird der scheidende Wolf in einer Mitteilung des Vereins zitiert. "Die anhaltende Diskussion in der Öffentlichkeit um meine Person ist diesem Ziel nicht förderlich", hieß es weiter.