Ausschreitungen Zehn Hooligans festgenommen
Eindhoven - Nach den von niederländischen Fußball-Hooligans verursachten Zwischenfällen beim Uefa-Pokal-Viertelfinale am Donnerstagabend im Stadion von Eindhoven hat PSV-Chef van Raaij den
Verantwortlichen mit schweren Strafen gedroht. Der Club werde alles tun, um die Schuldigen ausfindig zu machen. "Wir haben fotografische Beweise und werden alles sehr genau untersuchen", sagte er in einem
Interview mit dem niederländischen Fernsehen. Welche Strafen den Schuldigen drohen, sagte er nicht.
"Aber sie bleiben unsere Anhänger"
PSV-Trainer Eric Gerets äußerte sich weniger scharf. "Ja, sie haben durchgedreht, aber sie bleiben immer noch unsere Anhänger", sagte er. Als er sich mit Spielern und Ordnern gegen die aufs Spielfeld drängenden Anhänger stellte, hatte er nur eine Sorge: "Wenn die aufs Spielfeld gelangen, wird abgebrochen". Schließlich gelang es ihm und den anderen, die wild gewordenen Fans zu beruhigen und auf ihre Plätze zurückzudrängen. "Ich bin bis ins Mark erschrocken, als ich sah, wie sie das Gatter aufbrachen."
Zusammenstöße mit der Polizei
Die Polizei von Eindhoven nahm insgesamt zehn niederländische Hooligans fest. Wie ein Sprecher der Polizei am Freitagmorgen bestätigte, war ein Teil von ihnen in Gewahrsam genommen worden, nachdem mehr als hundert PSV-Fans gegen Ende der Partie versucht hatten, das Spielfeld zu stürmen.
Andere wurden festgenommen, als es nach dem Spiel vor dem Stadion zu Zusammenstößen mit der Polizei kam. Dabei hatten Rabauken die Ordnungshüter mit Steinen beworfen und ihre Wut über das 0:1 verlorene Spiel auch an geparkten Autos ausgelassen.
Bei den Ausseinandersetzungen wurden insgesamt 15 Ordner des PSV und zwei Polizisten verletzt. Drei von ihnen erlitten Knochenbrüche, eine Polizeibeamtin musste ins Krankenhaus gebracht werden.