Babbel: Enttäuscht vom DFB - DER SPIEGEL
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Babbel Enttäuscht vom DFB

Zweieinhalb Monate nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft hat sich Markus Babbel mit kritischen Worten an die DFB-Chefetage zurückgemeldet.
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Liverpool - Der nach der Europameisterschaft vorerst zurückgetretene Markus Babbel hat sich am Montag in einem "Kicker"-Interview enttäuscht über den DFB geäußert. "Da sehr viel Unwahres nach der Euro geschrieben worden war, habe ich erwartet, dass sich der DFB mal melden würde bei mir", sagte der Neu-Liverpooler, es sei aber nichts gekommen. "Warum also sollte ich mich melden? Vielleicht bin ich da ein eitler Pfau, aber mit Stefan Effenberg haben sie auch geredet." Namentlich nannte Babbel DFB-Präsident Egidius Braun, Teamchef Völler sowie die beiden DFB-Direktoren Bernd Pfaff und Wolfgang Niersbach.

Über seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft - zumindest für zwei Jahre - sagte Babbel, dieser sei zu spät gekommen und eine Flucht gewesen. "Ich habe einfach keine Lust mehr, mich permanent unter Beschuss nehmen zu lassen". Schon vor der EM, so der Ex-Münchener, habe er bereits an einen Rücktritt gedacht, ihm habe aber der nötige Mumm gefehlt. "Im Nachhinein wäre es besser gewesen, nicht zur Euro mitzufahren. Heute ärgert es mich, dass ich mich überreden ließ."

Darüber hinaus ist sich der 51fache Nationalspieler nicht sicher, ob er überhaupt noch mal in die DFB-Auswahl zurückkehren möchte. Babbel: "Ich weiß es nicht. Vorerst bleibe ich sicher zwei Jahre weg, also inklusive der WM 2002." In der nahen Zukunft möchte sich der 27 Jahre alte Verteidiger voll auf seinen neuen Verein, den englischen Rekordmeister FC Liverpool, konzentrieren.