Ballack-Verhandlungen: Assauer attackiert Bierhoff - DER SPIEGEL
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Ballack-Verhandlungen Assauer attackiert Bierhoff

Er ist zwar Manager des FC Schalke 04, aber Rudi Assauer hat auch zu Vorgängen bei der Konkurrenz seine Meinung. Im Falle der Diskussion um eine Vertragsverlängerung von Michael Ballack bei Bayern München bekommt jetzt Oliver Bierhoff deutliche Worte zu hören: Der Manager des DFB-Teams solle sich raushalten, so Assauer.
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Hamburg - "Grundsätzlich finde ich es nicht in Ordnung, wenn sich Außenstehende in die Personalentscheidungen eines Clubs einmischen. Ein Mann, der beim DFB eine Position bekleidet, hat dazu nichts zu sagen. Das gehört sich nicht", sagte Assauer der "Bild am Sonntag". Bierhoff hatte Ballack indirekt geraten, seinen Vertrag beim Rekordmeister Bayern München nicht um alles in der Welt zu verlängern und ins Ausland zu wechseln - gleichzeitig jedoch auch betont, dass es einzig Ballacks Entscheidung sei.

Der Nationalmannschafts-Kapitän, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, hat seit einer Woche ein Angebot zu verbesserten Konditionen vorliegen. Zuvor war das Interesse ausländischer Renommierclubs an Ballack kolportiert worden - eine offizielle Anfrage liegt den Münchner Verantwortlichen aber weder von Manchester United oder Real Madrid vor. Bayern-Manager Uli Hoeneß erklärte am Freitag, dass er mit einer Entscheidung seines Führungsspielers innerhalb der nächsten "sechs bis acht Wochen" rechne. "Das reicht uns."

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Sein Schalker Kollege Assauer befürchtet im Falle eines Ballack-Transfers ins Ausland jedoch nicht, dass Schalkes Spielmacher Lincoln zu den Bayern wechseln könnte: "Der kleine Lincoln wird in Deutschland nur auf Schalke spielen. Davon bin ich fest überzeugt", sagte Assauer und lieferte die Begründung gleich mit. "Weil ich sein Papa bin!"

Ausgeräumt seien jüngste Probleme mit Trainer Ralf Rangnick. "Er ist ein schlaues Bürschchen, das hin und wieder dazu neigt, fünf Dinge auf einmal zu machen." Rangnick sei ein "Brummkreisel", der vieles selber machen wolle. "Das musste er auch bei seinen vorigen Clubs. Hier ist es anders. Wir sind ein gut organisierter Verein", betonte der 61-Jährige.

Mit Blick auf die neue Spielzeit räumt der Zigarren-Raucher seinem Team durchaus Chancen auf den Meistertitel ein, aber nur, "wenn Mannschaft, Trainer und Verein zu 100 Prozent funktionieren". Das Ziel sei jedoch ein Platz unter den ersten Drei. Sollte die Vorgabe verpasst werden, werde der Trainer nicht automatisch "vom Hof gejagt". Am Abend (ab 17.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) startet auch Schalke in die 43. Bundesligasaison. Die Gelsenkirchner treffen auf den 1. FC Kaiserslautern. Das zweite Sonntagsspiel bestreiten Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen.

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