Basler-Entlassung Super Mario hat austrainiert
Regensburg - Im Juli 2004 hatte Basler seine Stelle beim damaligen Zweitligaabsteiger Regensburg angetreten. Formal wurde er als Teamchef geführt, denn eine Trainerlizenz für die Regionalliga Süd besitzt der 36-Jährige bis heute nicht. Von den ersten sieben Spielen dieser Saison konnte Baslers Mannschaft keines gewinnen, Jahn steht derzeit mit nur drei Punkten auf dem vorletzten Platz der Tabelle.
Nach der 0:4-Heimniederlage gegen den FC Augsburg vor einer Woche musste sich Basler erstmals Beschimpfungen der eigenen Zuschauer anhören. "Sicher habe ich Fehler gemacht, auch wenn ich mir nichts vorzuwerfen habe, werde ich mich nach jedem Spiel neu hinterfragen", sagte er nach diesem Spiel. Tage später bot der frühere Nationalspieler (Spitzname Super Mario) dem Regensburger Präsidium seinen Rücktritt an, was dieses aber einstimmig abgelehnt hatte.
Vorigen Samstag verlor dann Jahn beim Aufsteiger SpVgg Bayreuth mit 1:2 Toren und zeigte nur in den letzten zwanzig Minuten ansprechenden Fußball. "Aber das reicht nicht", so Basler. Zwei Tage später war seine Trainerzeit abgelaufen. Der Club habe reagieren müssen, sagte Jahn-Präsident Franz Nerb dem Bayerischen Rundfunk. Basler zeigte sich gelassen. "Eine Trainerentlassung ist ein normaler Vorgang. Das habe ich schon oft genug erlebt", sagte er der "Mittelbayerischen Zeitung". Er habe alles für den Verein getan und kann in den Spiegel schauen. Sein Gehalt soll Basler bis zum Ablauf des Vertrages im Juni 2006 weiter beziehen.
Die Suche nach einem neuen Coach will der SSV nicht überstürzen. "Wir wollen keine Ad-hoc-Lösung, die dann nicht hundertprozentig passt", erklärte Rauch, der seinerseits seit 1. September im Amt ist.
Voerst wird der bisherige Assistenz-Trainer Dariusz Pasieka die Regensburger Mannschaft betreuen. Basler wird zunächst ein paar Tage Urlaub machen, neue Jobangebote will er aber bereits erhalten haben. "Es gibt Anfragen aus dem Ausland." Auf jeden Fall wird der gebürtige Pfälzer dem Fußball erhalten bleiben, schließlich hat er einen Vertrag als Fachkommentator beim Deutschen Sportfernsehen (DSF).