Bayern-Beschwerde Schiedsrichter Weiner stark kritisiert
Gelsenkirchen - "Beide Entscheidungen waren nicht korrekt", kritisierte Bayern-Trainer Felix Magath. Zunächst entschied der 36-jährige Unparteiische aus Giesen nach einem Schubser von Bastian Schweinsteiger gegen den Schalker Sören Larsen zur Überraschung aller auf Elfmeter, den der Däne zum glücklichen Ausgleich nutzte (90.+3). "Er hat den Arsch rausgestreckt und ist umgefallen", schilderte Schweinsteiger die umstrittenste Szene des Spiels.
Später zückte Weiner die Rote Karte, als Bayern-Profi Martin Demichelis mit einem Allerweltsfoul Gustavo Varela von den Beinen geholt hatte (90.+4). "Ich weiß nicht, was er da gesehen hat", meinte Magath genervt. Durch Weiners Mithilfe verloren die Bayern, die das Gipfeltreffen nach dem 1:0 durch Roque Santa Cruz (19.) eigentlich schon gewonnen hatten, die Tabellenspitze an Werder Bremen und verpassten den ersten Sieg beim Angstgegner seit dem 17. Oktober 1998 (3:1).
Magath hatte das Unheil kommen sehen: "Es gab vorher schon zwei, drei Situationen im Strafraum, die vom Publikum als Elfmeter gesehen wurden. Da muss man sich nicht wundern, dass man dann einen Elfmeter gepfiffen bekommt." Auch Schalke-Manager Rudi Assauer gab zu: "Das war eine Konzession für das, was vorher passiert ist."
Zuvor hatte Weiner, der insgesamt sieben Gelbe und eine Rote Karte zeigte, ein klares Foul von Valerien Ismaël gegen Schalke-Regisseur Lincoln nicht geahndet (64.). Außerdem hatte sein Assistent Carsten Kadach vor der Bayern-Führung eine Abseitsposition von Ze Roberto übersehen. "Das habe ich sogar von der Tribüne aus gesehen", meinte Assauer. Schiedsrichter-Beobachter Manfred Amerell indes bescheinigte Weiner eine fehlerlose Leistung: "Das war alles in Ordnung, ich hätte genauso gepfiffen."