Tritt gegen Vidal Bayern-Coach Heynckes kritisiert Ribéry
Juve-Profi Vidal (l.), Bayern-Spieler Ribéry: "Unnötig"
Foto: AP/dpaHamburg - Es war der Zweikampf des Viertelfinal-Hinspiels in der Champions League: Bayerns Franck Ribéry gegen Juventus-Mittelfeldspieler Arturo Vidal. Sie beharkten sich, traten sich, grätschten sich um. Der intensive Hahnenkampf an der Außenlinie mündete in einem üblen Tritt von Münchens Edeltechniker Ribéry in Vidals Wade.
Bayerns Trainer Jupp Heynckes hat den Franzosen nun für seine Revancheaktion beim 2:0-Sieg der Münchner gerügt. "Was Franck gemacht hat, war völlig unnötig", sagte Heynckes: "Da muss er sich mehr kontrollieren."
Vidal war den französischen Nationalspieler hart und oft am Rande der Legalität angegangen. "Arturo war übermotiviert", sagte Heynckes über den Chilenen, den er vor dessen Wechsel nach Italien bei Bayer Leverkusen trainiert hatte. "Ich kenne ihn ja, ich habe damit gerechnet, dass er so zur Sache geht. Das war aber fast über das Ziel hinaus."
Ribéry war für seinen Tritt nicht verwarnt worden. Vidal hatte hingegen eine Gelbe Karte gesehen - allerdings nicht für eines seiner Fouls, sondern für ein Handspiel. Damit ist er für das Rückspiel am kommenden Mittwoch in Turin (20.45 Uhr ZDF, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gesperrt.