Bayern München Effenberg sucht den Dissens
München - Seit zehn Tagen trainiert der im August an der Achillessehne operierte Kapitän Stefan Effenberg wieder mit der Mannschaft des FC Bayern München, und das, wie er im Gespräch mit dem Sportmagazin "Kicker" nicht müde wird zu betonen, "ohne Probleme und ohne Schmerzen". Deswegen versteht der 32-Jährige auch nicht, dass es Trainer Hitzfeld und Manager Hoeneß lieber sähen, wenn er sich mit seinem Comeback noch ein bisschen Zeit nähme.
"Alle Leute sollen sich mal zurückhalten zu meiner Person. Im Endeffekt stecke ich in meinem Körper. Ich fühle mich gut. Es ist an der Zeit, dass ich wieder auflaufe, und zwar kurzfristig. Ich brauche nur noch ein paar Einheiten", betonte der Mittelfeldspieler, "allmählich regt es mich ein bisschen auf, was da alles weitererzählt wird".
Die von Hitzfeld kalkulierten drei bis vier Wochen bis zu seiner Rückkehr brauche er nicht, machte Effenberg klar, "dann kann ich gleich in die Winterpause gehen". Auch die von Hoeneß geplanten Freundschaftsspiele zur Wiedererlangung der Spielpraxis hält Effenberg für unnötig: "Ich brauche kein Freundschaftsspiel, wo ich 15:0 gewinne, das bringt mir nichts." Vielmehr brauche er eine Begegnung, "in der es um etwas geht". Spätestens am 11. November bei Schalke 04 möchte er deshalb sein Comeback feiern. Und das entscheide nicht Hoeneß, "sondern ich mit dem Trainer".
Unterdessen erklärte Hitzfeld am Donnerstag in München, dass er sich durchaus vorstellen kann, Effenberg bereits am kommenden Mittwoch im bedeutungslosen Champions-League-Vorrundenspiel bei Rosenborg Trondheim spielen zu lassen. Bevor dies allerdings passieren wird, will Hitzfeld "erst noch mit dem Arzt reden".