Bayern München Effenberg will kein "Scheißtyp" sein
München - "Ich würde aber nicht nur sportliche Dinge, sondern auch viele private Dinge klarstellen, die mich vor allem hier in München getroffen haben", erklärte der derzeit verletzte Münchner Regisseur in einem Interview mit der "tz".
"Nach einigen Vorfällen hatte ich nicht die Möglichkeit, richtig Stellung zu beziehen. Manche Leute haben nur die wenigen Sätze in der Zeitung gelesen und dann gesagt: Das ist voll der Scheißtyp", führte der 33-Jährige weiter aus. "Wenn die Leute mal über mehrere Seiten hinweg lesen, wie manche Sachen wirklich gelaufen sind, dann werden Sie sagen: Oh, das habe ich doch bisher immer ganz anders gelesen."
Der jüngst durch seine "Disco-Affäre" in die Schlagzeilen geratene Effenberg - der Bayern-Profi hatte eine junge Frau geschlagen - weiß allerdings noch nicht, wann er sein Opus Magnum veröffentlichen will. "Jetzt oder nach meiner Karriere", spannt der gebürtige Hamburger seine potentielle Leserschaft weiter auf die Folter.
Kritik an der jungen Spielergeneration
Unklar ist auch, wann Effenberg wieder für die Bayern gegen den Ball treten kann. Dem Ex-Nationalspieler mit dem "Stinkefinger" wurde am Donnerstag nach wochenlanger Verletzungspause wegen einer Entzündung im Spann der Gips am rechten Fuß abgenommen. "Ich muss jetzt noch was für die Kondition tun und hoffe, dass ich eventuell schon wieder mit der Mannschaft trainieren kann."
Scharf ins Gericht geht Effenberg mit den jungen Fußballprofis: "Die meisten jungen Spieler werden von irgendwelchen Managern oder Beratern ferngesteuert und dazu angehalten, nichts Falsches zu sagen. Es gibt heute viele Weicheier, die keine eigene Meinung mehr haben." Effenberg lässt sich seit Jahren von seiner Ehefrau Martina managen.