Bayern München: Hitzfeld will bleiben - DER SPIEGEL
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Bayern München Hitzfeld will bleiben

Nach der letztlich blamabel verpassten Titelverteidigung sind in München die Zweifel an Ottmar Hitzfeld größer geworden. Der Bayern-Trainer selbst allerdings schließt einen Rücktritt aus. Er will den Rekordmeister in der kommenden Saison mit neuen Spielern wieder zur Nummer eins machen.
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München - Die deprimierende 1:3-Niederlage gegen Bremen und die dritte vergebene Titelchance in dieser Saison geben der Trainerdiskussion bei Bayern München neue Nahrung. "Wir sind in dieser Saison schon öfter mit dem Druck und der Favoritenrolle nicht zurecht gekommen. Das stimmt mich sehr bedenklich", erklärte Hitzfeld. In der kommenden Saison sollen neue Impulse gesetzt werden, um wieder konkurrenzfähig im Titelrennen zu sein. Neuer Trainer könnte dann bereits Uli Hoeneß' Wunschkandidat Felix Magath sein.

Hitzfeld, dessen Vertrag bis 2005 datiert ist, wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern. "Das ist für mich kein Thema", sagte Hitzfeld heute, "ich gehe davon aus, dass wir nächstes Jahr wieder die Nummer eins sind." Dafür forderte er neue Spieler mit Führungsqualitäten. "Wir brauchen Verstärkungen in allen Mannschaftsteilen. Wir müssen Spieler verpflichten, die Leader sind und die Mannschaft mitreißen können." Neuer Antreiber im Mittelfeld soll Torsten Frings werden. Hitzfeld hofft, dass der Wechsel von Dortmunds Nationalspieler schon in diesem Sommer zustande kommt.

Ob die Münchner aber mit Hitzfeld in die Erfolgsspur zurückfinden, bezweifelt der frühere Bayern-Kapitän Paul Breitner. "Es ist die Frage der Stunde, ob der Trainer von dem großen Schnitt ausgenommen werden kann, der jetzt unbedingt notwendig ist", schrieb er in der "Bild am Sonntag".

Oliver Kahn schweigt

Bayerns Top-Torjäger Roy Makaay geht davon aus, dass Hitzfeld bleibt. Er will ihm einen würdigen Abgang verschaffen. "Nächstes Jahr muss man mit einem Titel Abschied vom Trainer nehmen. Das hat er sich verdient."

Von Kapitän Oliver Kahn war nach dem verlorenen Meistertitel nichts zu hören: Der Keeper hatte mit seinem Fehler vor dem 0:1 durch Ivan Klasnic die Niederlage eingeleitet. Zum dritten Mal in dieser Saison war dem einst besten Torhüter der Welt ein entscheidender Patzer unterlaufen. Nach seinen Fehlern in der Champions League gegen Real Madrid und im DFB-Pokal gegen Alemannia Aachen trug der Nationaltorwart auch beim dritten verspielten Titel eine Mitschuld. "Das ist die Ironie des Schicksals, dass unser bester Mann diesen Fehler macht", sagte Hitzfeld nachsichtig.

Für die letzten beiden Saisonspiele definierte der Trainer das neue Ziel. "Jetzt geht es um Charakter und Ehre. Nächsten Samstag in Stuttgart wollen wir den zweiten Platz klar machen. Dann steht der Verein wenigstens finanziell noch gut da", sagte Hitzfeld. Der zweite Tabellenrang bedeutet die direkte Qualifikation für die Champions League.

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