Bayern vs. DFL: Irak-Spende statt Strafe? - DER SPIEGEL
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Bayern vs. DFL Irak-Spende statt Strafe?

Uli Hoeneß will wegen des berüchtigten Geheimvertrags mit der Kirch-Gruppe eine Bestrafung durch die DFL nicht akzeptieren. Zwar gab der Bayern-Manager eine "geringfügige moralische Schuld" zu, doch hält er den Club für "juristisch unangreifbar". Auch im Streit mit Lothar Matthäus will Hoeneß nicht von seiner Position abrücken.
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Passau - Im Streit mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hat Manager Uli Hoeneß vom FC Bayern München ein Schlichtungs-Angebot unterbreitet. Wenn die DFL auf eine Bestrafung wegen des umstrittenen Geheimvertrags mit der Kirch-Gruppe verzichte, werde der Club einen Millionen-Betrag für bedürftige Kinder im Irak spenden, sagte Hoeneß in einem Interview mit der "Passauer Neue Presse" (Samstag-Ausgabe). Gleichzeitig kündigte er an, der FC Bayern werde sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen eine Bestrafung wehren.

"Ich glaube nicht, dass wir irgendetwas gemacht haben, das juristisch angreifbar ist", sagte Hoeneß, "deshalb zahlen wir keine Strafe wegen der Kirch-Verträge." Der Manager des deutschen Rekordmeisters räumt zugleich ein, "dass wir eine geringfügige moralische Schuld haben." Er habe daher der DFL vorgeschlagen, "dass wir einen Millionen-Betrag für bedürftige Kinder im Irak stiften, wenn sie auf eine Bestrafung verzichtet. Die Aussichten einer solchen Offerte schätzte Hoeneß positiv ein: "Ich kann noch nichts Näheres sagen, doch ich glaube, dass das Angebot angenommen wird."

"Wir geben Matthäus keinen Pfennig"


Zum Streit mit Lothar Matthäus um die Abrechnung und die Einnahmen aus dessen Abschiedsspiel im Mai 2000 erklärte Hoeneß: "Es gibt niemanden auf der Welt, der behaupten kann, dass ihn der FC Bayern um einen Pfennig beschissen hat." In der juristischen Auseinandersetzung mit dem Rekord-Nationalspieler kommt es am 24. Juli vor dem Landgericht München I zur mündlichen Verhandlung.

Der Manager konkretisierte die Vorbehalte des Clubs. "Sein Abschiedsspiel haben wir organisiert und eine PR-Agentur war für die Werbung zuständig. Der Lothar hätte so rund vier Millionen Mark bekommen. Dann habe ich beim DFB erreicht, dass das Spiel wie ein Länderspiel behandelt wurde. Dadurch stiegen die Einnahmen auf fast acht Millionen Mark für Matthäus", so Hoeneß weiter. Und ergänzte: "Da der DFB aber seine Spiele selbst vermarktet, forderte die PR-Agentur, die nicht mehr zum Zuge kam, eine Million, die vom Gewinn abgezogen wurde. Nun glaubt Lothar, diese Million sollte der FC Bayern bezahlten, doch er kann sich seine Millionen sonst wohin stecken. Wir geben ihm keinen Pfennig."

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