Belgien Stärke durch Teamgeist
Bei der Euro 2000 im eigenen Land blieben viele Wünsche offen. Gleichwohl sieht WM-Dauerbrenner Belgien der Reise nach Japan zu den Gruppenspielen gegen die Gastgeber, Tunesien und Russland zuversichtlich entgegen. Bei der insgesamt elften und schon sechsten Turnier-Teilnahme hintereinander soll laut Routinier Marc Wilmots wieder für positive Schlagzeilen gesorgt werden. "Zuletzt sind wir immer früh ausgeschieden. Jetzt hat die Mannschaft maximale Erfahrung und Potenzial", sagte der Mittelfeldspieler von Bundesligist FC Schalke 04 vor seiner vierten WM voller Zuversicht.
Nach Meinung von Wilmots lebt die Elf von ihrem Teamgeist: "Wir haben keinen Weltklassespieler, sind aber stark als Team." Das bekamen zuletzt die hoch gehandelten Tschechen zu spüren, die sich den "Roten Teufeln" in der WM-Relegation geschlagen geben mussten. Diesen Umweg hätte sich das Team von Trainer Robert Waseige gern erspart. Doch im letzten Qualifikationsspiel wurde der WM-Vierte von 1986 nach der Niederlage gegen Kroatien noch vom ersten Platz in der Gruppe 6 verdrängt.
Einiges dürfte davon abhängen, wie die Belgier die Ausfälle von Stammkräften beim Turnier in Japan und Südkorea kompensieren. Nicht nur der Schalker Emile Mpenza musste absagen, sondern auch Walter Baseggio (RSC Anderlecht), Joos Valgaeren (Celtic Glasgow) und Olivier Doll (RSC Anderlecht) verzichteten verletzungsbedingt auf die Reise nach Asien. Deshalb ruhen die Hoffnungen der Belgier auf Daniel van Buyten. Der Abwehrrecke wechselte im Sommer 2001 für 44 Millionen Mark von Standard Lüttich zu Olympique Marseille und avancierte damit zum teuersten Spieler Belgiens.