Berlin - Bochum 4-0: Nur noch Viererpacks? - DER SPIEGEL
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Berlin - Bochum 4-0 Nur noch Viererpacks?

Hertha BSC Berlin hat sich in dieser Saison augescheinlich dazu entschieden, jedes seiner Heimspiele in der Bundesliga mit 4:0 zu gewinnen. Jüngste Opfer: der VfL Bochum.
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Berlin - Mit einem neuerlichen Torfestival hat Hertha BSC dem VfL Bochum die Grenzen aufgezeigt. Wie beim 4:0 gegen den Hamburger SV waren die Berliner am Mittwochabend im heimischen Olympiastadion auch gegen den tapferen Aufsteiger in Schusslaune und stürmten zu einem ungefährdeten 4:0 (3:0)-Erfolg. In seinem ersten Saisonspiel trumpfte 15-Millionen-Mann Alex Alves mächtig auf. Das 1:0 durch Michael Preetz - es war das 50. des Nationalspielers für die Hertha in der Fußball-Bundesliga - bereitete der Brasilianer in der 20. Minute vor; den zweiten Treffer (35.) besorgte er höchst selbst.

Noch vor der Pause sorgte Michael Hartmann (43.) gegen die erschreckend ungeordnete Bochumer Abwehr für die 3:0-Vorentscheidung. Wieder war Alves als Vorbereiter beteiligt. Den prächtigen ersten "Arbeitstag" des erst kurz vor dem Anpfiff zum neuen Präsidenten gekürten Bernd Schiphorst machte Preetz mit seinem zweiten Saisontor zum 4:0-Endstand (60.) perfekt.

Vor 30.944 Zuschauern im nur mäßig besetzten Olympiastadion durfte Alves zum ersten Mal in dieser Saison auflaufen. Sechs Wochen nach seinem üblen Ausraster im Ligapokal gegen den HSV feierte er ein hervorragendes Debüt. Der Knoten scheint bei dem teuersten Hertha-Einkauf aller Zeiten endlich geplatzt zu sein. Ohne jegliche Anlaufschwierigkeiten fügte er sich ins Spiel ein und sorgte für reichlich Verwirrung in der VfL-Verteidigung. Mit einem gekonnten Anspiel bereitete er Preetz' Führungstreffer vor, den der 33-Jährige freistehend aus 18 Meter aus der Drehung erzielte. Bochums Marijo Maric fälschte den Ball unglücklich ab.

Die Schlüsselszene der Partie folgte nur sieben Minuten später. Delron Buckley und Achim Weber dachten bereits, den Bären erlegt zu haben, als sie sich auf der Fünf-Meter-Linie den Ball zwei Mal zuspielten. Doch der an Arroganz grenzende Leichtsinn der beiden VfL-Akteure rächte sich, denn Marco Rehmer konnte den sicheren Ausgleich verhindern. Danach war der Elan des Aufsteigers gebrochen und der mutige Angriffsschwung erlahmte zusehends. In der Abwehr schlichen sich zudem immer mehr Fehler ein. So bei Alves fünftem Bundesligator, das er freistehend ohne Mühe köpfen konnte. Wie gut der Heißsporn von Cruzeiro Belo Horizonte drauf war, zeigte auch Treffer Nummer drei. Denn auch Schütze Hartmann hatte der 26-Jährige bedient.

Nach dem Wechsel verlegten sich die Gäste auf Schadensbegrenzung. Doch die Schwächen in der Hintermannschaft blieben offensichtlich. Nach exakt einer Stunde nutzte wiederum Preetz die Lücken und verlängerte eine Hartmann-Hereingabe zum 4:0. Alves, der nach 71. Minuten sein Tagwerk erledigt hatte und von Piotr Reiss abgelöst wurde, sowie Hartmann waren Berlins Beste. Bei Bochum, das froh sein musste, nicht schlimmer unter die Räder gekommen zu sein, verdiente sich nur Buckley eine gute Note.

Von Jens Mende, dpa

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