Berti Vogts Im Tal der Heiserkeit
Paris - "Meine jungen Spieler hatten zu viel Respekt vor den großen Namen. Wir haben die Franzosen nicht wirklich bekämpft und waren ihnen läuferisch unterlegen. Das wird am 17. April in Aberdeen gegen Nigeria anders sein", resümierte der ehemalige Bundestrainer die 0:5-Packung im Stade de France.
Nach seinem ersten Auftritt als Chefcoach der schottischen Nationalmannschaft war Vogts ziemlich heiser von seinen lautstarken, aber nutzlosen Anweisungen.
Er beteuerte, auch weiterhin auf junge Spieler zu setzen. "Es ist die einzige Chance, die wir haben, um aus dem Tal herauszukommen. Es war kein schöner Einstand, aber ich habe viel gelernt. Ich habe viel zu tun", sagte Vogts.
Schotten nicht einmal Sparringspartner
Der Kombinationslust und Spielkunst des
Welt- und Europameisters hatten die "Bravehearts" nichts entgegenzusetzen - nicht
einmal Kampfkraft. In der ersten Halbzeit waren die Schotten beim ersten
Länderspiel unter Vogts, der einen Vierjahresvertrag bis 2006 mit
zweijähriger Option besitzt, nicht einmal ein Sparringspartner. Sie
schossen im gesamten Spiel nur einmal auf das französische Tor.
Zinedine Zidane (12.), David Trezeguet (23., 42.), Thierry Henry (32.) - bis
zur Halbzeit war jeder Schuss des Welt- und Europameisters ein Treffer. Danach schalteten die Franzosen zwei
Gänge zurück, machten es gnädig, und beließen es bei einem weiteren
Tor durch Steve Marlet (84.).
"Ich habe wahrscheinlich den kommenden Weltmeister gesehen", krächzte Vogts.