Bierhoff-Vertrag Zwanziger streitet mit Mayer-Vorfelder
Hamburg - "Ich bin begeistert von der Arbeit des Trainer-Teams um Jürgen Klinsmann und von Oliver Bierhoff. Wir können jedoch nicht erst am Endspielabend 2006 überlegen, wie es weitergeht. Ich sehe nicht, dass Bierhoffs Zukunft allein von Klinsmann abhängt", sagte Zwanziger der "Bild"-Zeitung. Noch im Herbst dieses Jahres will der Geschäftsführende DFB-Präsident Gespräche mit Bierhoff führen.
Der Vertrag des ehemaligen Nationalstürmers beim DFB läuft 2006 aus. Der Manager strebt eine Verlängerung seines Kontrakts um zwei Jahre an. Mayer-Vorfelder hatte jüngst gesagt, dass für ihn der Nationalmannschafts-Manager "Teil des Systems Klinsmann" sei. Da könne er keinen einzelnen herausnehmen und seinen Vertrag verlängern, ehe nicht die Zukunft des derzeitigen Bundestrainers geklärt sei.
"Ich habe den Eindruck, dass, MV meine Arbeit beim DFB noch immer nicht verstanden hat. Dabei habe ich ihm doch erst kürzlich ein mehrseitiges Arbeitspapier gegeben, in dem meine Aufgaben genau erklärt werden", hatte Bierhoff am vergangenen Wochenende erklärt. Der 37-Jährige will künftig nur noch mit Zwanziger über seine Zukunft beim DFB sprechen. "Wir brauchen sportliche Gesichter in wichtigen Funktionen", lautet Zwanzigers Credo.
"Mein Job ist generell unabhängig vom Trainer"
Bierhoff besteht auf Kompetenzen bei einer möglichen Trainersuche für die Zeit nach der WM, sollte Klinsmann nicht als Bundestrainer weitermachen. "Mein Job ist generell unabhängig vom Trainer, aber ich will das nicht unter jedem Trainer machen", so Bierhoff.
Laut der Aufgaben-Verteilung der im Herbst 2004 installierten Doppelspitze beim DFB ist der 72 Jahre alte Mayer-Vorfelder, der nach der WM 2006 seinen Posten räumt, zwar für die Nationalmannschaft verantwortlich. Allerdings handelt es sich bei einer Vertragsverlängerung mit Bierhoff um eine Entscheidung über 2006 hinaus. Und dafür ist allein Zwanziger zuständig.