Bordon-Transfer: Assauer böse auf Magath - DER SPIEGEL
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Bordon-Transfer Assauer böse auf Magath

Beide Seiten wollten sich in Ruhe treffen, um über den vorzeitigen Wechsel des Stuttgarters Marcelo Bordon zum FC Schalke zu verhandeln. Doch VfB-Teammanager Felix Magath ließ den Termin kurzfristig platzen. Schalke-Macher Rudi Assauer mochte sich die Absage nicht ohne weiteres gefallen lassen und polterte los.
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Stuttgart - "Er hat mich verarscht", wird Assauer in der "Bild"-Zeitung zitiert, "mieser Stil von Felix. So lasse ich mich nicht behandeln. Der VfB-Vorstand bekommt einen dicken Beschwerdebrief." Magath reagierte gelassen auf Assauers verbale Attacke. "Manchmal sind die Wahrnehmungen zwischen mir und Herrn Assauer unterschiedlich", sagte der 50-Jährige, "es sind wichtige Termine dazwischen gekommen. Außerdem war es unfair von Assauer, das Gespräch kurz vor unserem Freiburg-Spiel hinauszuposaunen." Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Eigentlich hatten sich Vertreter beider Clubs am Ostermontag verabredet, um über den Bordon-Transfer zu sprechen. Der Brasilianer hat bereits einen Vierjahresvertrag für 2005 beim FC Schalke unterschrieben, der Revierclub möchte jedoch, dass Bordon bereits nach Ende der laufenden Saison nach Gelsenkirchen kommt. Doch dann sagten die Schwaben die geplante Unterredung ab. "Nach unserer Ankunft in Stuttgart bekamen wir am Sonntagabend um 22.45 Uhr von einem VfB-Angestellten per Telefon lapidar mitgeteilt, dass das Treffen ausfallen müsse", klagte Assauer.

Retourkutsche von Magath?

Bordon, dessen Vertrag am 30. Juni 2005 endet, dementierte, dass er sich mit Schalke über einen vorzeitigen Wechsel bereits einig sei. "Ich will in die Champions League - dafür brauchen wir eine starke Truppe. Wenn wir 15 Millionen Euro in den Sand setzen, weil wir Marcelo für schlappe fünf Millionen verkauft haben, reißen uns alle den Kopf herunter", schloss Magath in den "Stuttgarter Nachrichten" einen vorzeitigen Wechsel Bordons aus.

Das Gerangel um den 28-jährigen Abwehrspieler dürfte nicht der einzige Grund für den Streit zwischen Magath und Assauer sein. Das Verhältnis der beiden ist seit dem Frühjahr 2003 gespannt. Damals hatten Assauer und Magath über eine Tätigkeit des VfB-Coaches beim FC Schalke verhandelt. Magath verlängerte dann doch seinen Vertrag in Stuttgart bis 2005. Später hatte Assauer vergeblich versucht, die VfB-Spieler Kevin Kuranyi und Andreas Hinkel nach Schalke zu locken.

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