Borussia Dortmund: DFB ermittelt gegen Klopp - DER SPIEGEL
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Nach Verweis auf die Tribüne DFB ermittelt gegen Wiederholungstäter Klopp

Jürgen Klopp bekommt Ärger mit dem Deutschen Fußball-Bund. Nach dem Tribünenverweis für den Dortmunder Coach hat der DFB Ermittlungen aufgenommen. BVB-Boss Watzke nimmt Klopp in Schutz.
Referee Aytekin, Trainer Klopp: Ermittlungen aufgenommen
Referee Aytekin, Trainer Klopp: Ermittlungen aufgenommen

Referee Aytekin, Trainer Klopp: Ermittlungen aufgenommen

Foto: AP/dpa
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Hamburg - Jürgen Klopp droht nach seiner erneuten Verbannung auf die Tribüne ein Nachspiel. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, nimmt der Kontrollausschuss Ermittlungen gegen den Dortmunder Trainer auf.

Der Coach war am Samstag beim Spiel des BVB gegen Mönchengladbach (1:2) zum wiederholten Mal in seiner Trainerkarriere der Coaching-Zone verwiesen worden. "Dass Jürgen Klopp Wiederholungstäter ist, kann Einfluss auf das Urteil des Sportgerichts haben", sagte der Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner der "Bild"-Zeitung.

Referee Deniz Aytekin hatte nach eigenem Bekunden in seinem Bericht festgehalten, "dass sich Herr Klopp mehrfach unflätig verhalten" habe. Der Trainer zeigte für die Maßnahme des Schiedsrichters wenig Verständnis: "Ich bin in meinem Leben oft zu Recht bestraft worden. Diesmal nicht", sagte er wenige Minuten nach der Partie. "Ich habe nur gerufen 'Und da pfeifst du nicht?'. Allerdings mit meinem inzwischen weltbekannten Gesichtsausdruck. Dafür kann er mich nicht wegschicken."

Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht keinen Grund für eine Strafe: "Ich muss Jürgen Klopp in diesem Fall zu 100 Prozent in Schutz nehmen. Er hat niemanden beleidigt. Was Klopp getan hat, machen 17 andere Trainer auch."

Der als Heißsporn bekannte Klopp war zuletzt im Champions-League-Spiel der Borussia beim SSC Neapel nach einem Protest beim 4. Offiziellen aus dem Innenraum verwiesen worden. Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA) belegte ihn deshalb Anfang Oktober mit einer Sperre von insgesamt zwei Partien. In Deutschland kam Klopp bisher immer mit Geldstrafen davon. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 48000 Euro.

aha/dpa