Borussia Dortmund: Rätselhafter Riedle-Transfer - DER SPIEGEL
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Borussia Dortmund Rätselhafter Riedle-Transfer

Der fragwürdige Millionentransfer des Stürmerstars Karlheinz Riedle 1993 von Lazio Rom nach Dortmund beschäftigt weiterhin die Führung der Borussia. BVB-Aufsichtsratschef Gerd Pieper hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young schriftlich aufgefordert, ihre Untersuchungen in diesem Fall zu forcieren.
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Hamburg - Bereits Mitte Oktober hatten die BVB-Kontrolleure nach einem SPIEGEL-Artikel das Unternehmen damit beauftragt, herauszufinden, wer Nutznießer eines Kontos unter der Bezeichnung "Borussia Dortmund BVB 09" bei der heutigen Banca Intesa in Rom gewesen ist. Die Bankverbindung war unter der Adresse des damaligen BVB-Präsidenten und heutigen Managers Gerd Niebaum geführt worden, aber in keiner Club-Bilanz aufgetaucht.

Niebaum hat erklärt, das Konto sei seinerzeit auf Bitten von Lazio Rom nur formal unter der Kontoinhaberschaft des BVB geführt worden und habe dazu gedient, die Mehrwertsteuerrückerstattung des italienischen Fiskus aus dem Riedle-Transfer an die Römer abzutreten.

Laut Pieper habe sich der Ernst-&-Young-Bericht verzögert, weil die Prüfer bei ihren Recherchen in Italien auf "keine große Kooperationsbereitschaft" gestoßen seien und bislang noch "nicht in der Lage gewesen sind, an Originaldokumente heranzukommen", dennoch könne man zu "99 Prozent davon ausgehen, dass keine Gelder bei Beteiligten des BVB hängen geblieben sind".

Gleichwohl blieben Fragen offen. Beispielsweise, wofür der römische Treuhänder Arnaldo Capogrossi, ein Vertrauter von Ex-Lazio-Präsident Cragnotti, am 15. Oktober 1996 rund 55.000 Euro von dem Konto erhielt. Capogrossi will sich weder zum Grund für die Zahlung äußern, noch zu der Frage, ob er das Geld womöglich weitergeleitet hat.

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