Bremen - Leverkusen 3-3: Finale kurioso - DER SPIEGEL
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Bremen - Leverkusen 3-3 Finale kurioso

In einem seltsamen Fußballspiel hat der deutsche Vizemeister Bayer Leverkusen am Samstag einen sicher geglaubten Sieg bei Werder Bremen noch vertändelt.
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Bremen - Die Profis von Bayer Leverkusen haben ihrem Trainer Christoph Daum die Rückkehr in den Fußball-Alltag nicht erleichtert. Hilflos musste der Coach auf der Bank im Weserstadion mit ansehen, wie sein Team trotz einer 2:0- und 3:1-Führung beim SV Werder Bremen nicht gewinnen konnte. In einer zunächst langweiligen, zum Schluss kuriosen und denkwürdigen Partie gab das Werksteam mit dem 3:3 (1:0) den fast schon sicheren Sieg noch aus der Hand.

Scheinbar unbelastet von der Hoeneß/Daum-Affäre dominierten die Leverkusener die Partie 80 Minuten lang. Die Nationalspieler Oliver Neuville (20./55.) mit zwei Kopfballtoren aus kürzester Distanz und Michael Ballack (81./Foulelfmeter) nutzten die eklatanten Bremer Abwehrschwächen aus. Der Anschlusstreffer von Kapitän Frank Baumann (71.) weckte die Werder-Mannschaft auf.

Zunächst scheiterte Andreas Herzog (88.) mit einem Handelfmeter an Bayer-Torwart Pascal Zuberbühler. Die anschließende Ecke verwandelte Marco Bode (89.) zum 2:3. Zwei Minute später schlug der Schweizer Keeper dem Bremer Fabian Ernst im Strafraum die Faust an den Kopf. Zuberbühler sah die Rote Karte, den fälligen Foulelfmeter verwandelte der Brasilianer Ailton (90.) zum glücklichen Bremer Remis.

Die 29.053 Zuschauer im nicht ausverkauften Weserstadion bereiteten dem designierten Bundestrainer einen freundlichen Empfang. "Daum für Deutschland" schallte es von den Rängen, während sein abwesender Widersacher Uli Hoeneß Mittelpunkt zahlreicher Schmährufe war. "Diese Rufe haben hier nichts zu suchen", kritisierte Werder-Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Fischer.

Die besondere Atmosphäre schien vor allem die Bremer Mannschaft zu lähmen. Das Team von Trainer Thomas Schaaf fand im ersten Abschnitt nicht zu der gewohnten Leistung. Vor allem die Abwehr um den Niederländer Frank Verlaat wackelte mehrmals bedenklich. Die Leverkusener hatten kaum Mühe, die harmlosen Angriffe der Bremer zu stoppen.

In der zweiten Halbzeit entdeckten die Bremer zumindest ihren Kampfgeist wieder. Der Punktgewinn konnte die spielerischen Schwächen aber nicht verbergen. Bei Bayer Leverkusen zeigte Robert Kovac eine gute Leistung. In der turbulenten Schlussphase verlor aber die gesamte Mannschaft inklusive Nationalspieler Jens Nowotny den Überblick.

Von Hans-Joachim Zwingmann, dpa

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