Bremen Werder versöhnt sich mit den Fans
Bremen - Das 4:0 (2:0) des SV Werder Bremen über Bundesliga-Absteiger MSV Duisburg war nicht mehr als ein Schaulaufen vor 30.530 rundum zufriedenen Zuschauern. "Die Saison mit Euch war Spitze", hieß es auf einem Transparent, das die Werder-Profis vor dem Anpfiff auf dem Platz entrollt hatten. Zum Abschluss einer insgesamt erfolgreichen Serie legten sie noch eine Schippe drauf: Claudio Pizarro (4.), Marco Bode (18.) und Andreas Herzog (69./Handelfmeter/76.) sorgten mit ihren Toren für Kurzweil auf den Rängen.
Die Bremer Führungsetage bastelt derweil intensiv an der Zukunft. "Wir wollen und müssen uns verstärken", sagte Sportdirektor Klaus Allofs mit allem Nachdruck und Rückendeckung des Vereins. Der Ex-Nationalspieler ist deshalb seit Tagen dabei, zu sichten und zu verhandeln, denn die Mannschaft soll mit zwei oder drei neuen Profis für den erneut erreichten UEFA-Cup-Wettbewerb fit gemacht werden. Bislang kann Allofs aber noch keine konkreten Ergebnisse melden.
"Wir müssen vor allem beständiger werden. Die Mannschaft ist zuletzt von der Höhe zu schnell wieder in die Tiefe gefallen", meinte Trainer Thomas Schaaf, der die Aktivitäten des Sportdirektors mit Wohlwollen beobachtet. Denn schließlich soll auch in der kommenden Saison an der Weser attraktiver Fußball geboten werden. Schaaf: "Wir werden versuchen, den Zuschauern wieder gute Spiele zu zeigen."
Die Duisburger boten in Bremen eine desolate Leistung, die den Abstieg verständlich macht. In allen Mannschaftsteilen taten sich Schwächen auf. So konnte Interimstrainer Seppo Eichkorn nur feststellen: "Wir haben verdient verloren und in jeder Halbzeit zwei Tore geschluckt." Diesem Eingeständnis fügte er resigniert hinzu: "Zu der Leistung der Mannschaft möchte ich nichts sagen." Die MSV-Spieler verließen gefrustet den Platz. Wolfgang Frank, der in der neuen Saison die Duisburger betreuen wird, gewann auf der Tribüne vor allem eine Erkenntnis: Mit dieser Einstellung wird der MSV auch in der zweiten Liga keinen Blumentopf gewinnen können. Ein völliger personeller Neuaufbau ist nötig.