Bremer Blues Allofs droht den Spielern
Bremen - "Die Entwicklung einiger Spieler ist nicht weitergegangen", sagte Allofs. "Die, die reinkommen, sind nicht in der Lage zu führen. Für die Champions League müssen dementsprechende Spieler geholt werden."
Mit 1:3 hatte Werder Bremen am Samstag in Nürnberg verloren und war ohne die Verletzten Johan Micoud und Frank Baumann gegen die hochmotivierte Mannschaft von Hans Meyer nur ein Schatten seiner selbst. Sportdirektor Allofs droht bereits: "Wenn das länger der Fall ist, dass einige die Grundvoraussetzungen nicht erfüllen, dann sind das Spieler, die wir uns auf Dauer nicht leisten können."
Vor allem die Abhängigkeit des Teams vom französchischen Spielmacher wurde den Bremer Verantwortlichen deutlich vor Augen geführt: "Es ist nicht nur die Leistung beispielweise von Micoud, sondern vor allem seine Präsenz, die uns fehlt. Einige sind überfordert, nervlich nicht stark genug, um Verantwortung zu übernehmen", sagte Allofs, dem der aktuelle Zustand des Kaders Sorgen bereitet. "Einige sind in der Tat weit von ihrem Leistungsvermögen entfernt. So können wir jedenfalls keine Spiele gewinnen. Einsatzbereitschaft und Zweikampfverhalten sind Grundvoraussetzungen. Darüber wird zu reden sein."
Bremen liegt derzeit auf Platz vier der Tabelle und hat einen Punkt Rückstand auf Schalke 04. Die Gelsenkirchener können am Abend bei Bayern München (17.30 Uhr, Liveticker bei SPIEGEL ONLINE) den Vorsprung weiter ausbauen. Das Team von Trainer Mirko Slomka hat derzeit einen Lauf, während bei Werder Bremen seit dem Ausscheiden in der Champions League gegen Juventus Turin die Formkurve weiter nach unten zeigt.
knu/sid