Bundesliga: Bernd Krauss kann nicht gewinnen - DER SPIEGEL
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Bundesliga Bernd Krauss kann nicht gewinnen

Borussia Dortmund blieb auch im sechsten Spiel unter der Regie von Trainer Bernd Krauss sieglos. Beim Abstiegskandidaten in Frankfurt reichte es nur zu einem 1:1-Unentschieden.
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Frankfurt - Nach dem Abpfiff war Bernd Krauss schon wieder zum Scherzen zu Mute. Zwar konnte der Trainer von Borussia Dortmund auch im sechsten Spiel seiner noch jungen Amtszeit bei Borussia Dortmund keinen Sieg feiern, als er aber auf den von seinem Manndecker Jürgen Kohler mitverschuldeten Ausgleich durch Frankfurts Jan-Age Fjörtoft angesprochen wurde, sagte Krauss: "Vielleicht hätte Felix Magath mit der Einwechslung von Fjörtoft noch zwei Minuten warten können."

Nach einer guten ersten Halbzeit, in der der BVB durch Heiko Herrlich (5.) verdient in Führung gegangen war, verstärkte der gastgebende Abstiegskandidat aus Frankfurt in der zweiten Halbzeit den Druck. In der 76. Minute dann wechselte Eintracht-Trainer Felix Magath Stürmer Fjötoft für Guie-Mien - und nur Sekunden später drückte der Norweger den Ball nach einem Querschläger des "hektischen Kohler" (Krauss) per Kopf zum Ausgleich über die Linie. "Es war sehr unglücklich für uns so ein Tor zu kassieren", trauerte Krauss nachher dem möglichen Sieg hinterher.

Vor 41.400 Zuschauern im Frankfurter Waldstadion hatte Dortmunds Trainer sein Team gegenüber dem 0:2 am Donnerstag gegen Galatasaray Istanbul auf sechs Positionen verändert. Die zuletzt gesperrten Christian Wörns und Herrlich rückten wieder in die Stammelf, während Fredi Bobic, Victor Ikpeba und Wladimir But zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten. Dafür feierte Francis Bugri sein Bundesliga-Debüt. Der Amateur leistete auch die Vorarbeit zum frühen Führungstreffer, bei dem Herrlich einen Fehler von Eintracht-Libero Petr Hubtschew bestrafte.

Die Frankfurter, die in ihrer Stammformation die angeschlagenen Ralf Weber, Torsten Kracht und Horst Heldt ersetzen mussten, konnten sich gegen die blendend eingestellte Borussia erst Ende der ersten Halbzeit aus der Umklammerung befreien. Ausgerechnet der Ex-Dortmunder Bachirou Salou (20., 58. und 68.) vergab dann zunächst die größten Chancen für die Gastgeber zum Ausgleich. Trotzdem fanden die in der Deckung unsicher wirkenden Hessen lange Zeit kein Rezept, den Abwehrriegel der taktisch sehr diszipliniert agierenden Borussen zu knacken.

Doch die Einwechslung von Kreativkraft Heldt (53.) wirkte sich in der zweiten Halbzeit belebend auf das Spiel der Eintracht aus. Unmittelbar nach dem Wechsel ließ Alexander Schur die große Ausgleichschance aus, als er einen Kopfball nur Zentimeter neben das Tor setzte. Felix Magath konnte dem Endresultat dennoch positive Seiten abgewinnen: "Der Punkt geht in Ordnung. Wenn wir so weiterspielen, bin ich nicht bange, dass wir die nötigen Punkte gegen den Abstieg holen."