Bundesliga McClaren wird neuer Trainer in Wolfsburg
Meister-Trainer McClaren: Neuer Coach beim VfL Wolfsburg
Foto: Uriel Sinai/ GettyImagesHamburg - Bundesligist VfL Wolfsburg hat den Engländer Steve McClaren als neuen Trainer zur kommenden Saison verpflichtet. Das gab der Verein am Dienstag offiziell bekannt. McClaren kommt vom niederländischen Meister Twente Enschede, den er dank einer Ausstiegsklausel ein Jahr vor Vertragsende verlassen kann.
Der frühere englische Nationaltrainer erhält in Wolfsburg einen Vertrag bis 2012 und soll Schätzungen zufolge drei Millionen Euro pro Jahr verdienen. Beim Deutschen Meister von 2009 tritt er die Nachfolge von Lorenz-Günther Köstner an, der das Amt nach der Entlassung von Armin Veh Ende Januar interimsweise übernommen hatte.
"Ich bin froh, dass wir das in Sack und Tüten haben und einen Trainer dieser Qualität nach Wolfsburg holen konnten. Wir wollten eine starke Persönlichkeit. Das ist er", sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß. "Er liebt klare Formulierungen, man kann ihm gut folgen."
Wie schon bei seinen früheren Engagements wird McClaren keinen eigenen Assistenztrainerstab mit nach Wolfsburg bringen. Dem 49-Jährigen sollen auch Angebote des ehemaligen Champions-League-Siegers FC Porto und des Premier-League-Clubs West Ham United vorgelegen haben. "Ich hatte meiner Familie in England versprochen, dass wir maximal zwei Jahre getrennt wohnen würden - jetzt werden wir alle gemeinsam nach Deutschland ziehen", sagte er der niederländischen Tageszeitung TC Tubantia.
In Enschede hatte er in nur zwei Jahren einen Spitzenclub geformt. Nach der Platz zwei und dem Erreichen des Pokalfinals im Vorjahr holte er mit Twente in dieser Saison den ersten Titel der Vereinsgeschichte in der Ehrendivision. Seinen Tiefpunkt erlebte McClaren Ende 2007, als er nach der verpassten EM-Qualifikation Englands als Nationalcoach entlassen und in von britischen Medien verspottet wurde.
Hoeneß hatte in den vergangenen Wochen intensiv nach einer Lösung der Trainerfrage gesucht. Eine Einigung mit dem Franzosen Gerard Houllier, der lange Zeit der Favorit war, scheiterte aus persönlichen Gründen.