Bundesliga-Sonntag: Werder Bremen zeigt Nerven - DER SPIEGEL
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Bundesliga-Sonntag Werder Bremen zeigt Nerven

Ausgerechnet gegen das zweitschwächste Auswärtsteam der Fußball-Bundesliga patzte der vorher so souveräne Spitzenreiter Werder Bremen. Freiburg entführte einen Punkt aus dem Weserstadion, der Vorsprung des Pokalfinalisten auf Verfolger Bayern München ist aber immer noch beträchtlich.
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Bremen - Durch das enttäuschende 1:1 (1:1) gegen am Ende nur noch zehn Akteure des SC Freiburg büßte Spitzenreiter Bremen zwei wertvolle Punkte ein, liegt aber immer noch sieben Zähler vor den zweitplatzierten Bayern. Mit seinem 25. Saisontreffer bewahrte Top-Torjäger Ailton (18.) seine Elf wenigstens vor der ersten Niederlage seit dem 18. Oktober 2003. Vor 42.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion hatte Dennis Kruppke Freiburg nach 22 Sekunden mit dem schnellsten Saisontor in Führung gebracht. Die Gäste verloren Mittelfeldspieler Zlatan Bajramovic wegen Meckerns durch die Gelb-Rote Karte (66.).

"Wir können weiter optimistisch sein. Es war klar, dass wir mal irgendwann nicht gewinnen würden", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. "Wir wissen, dass wir in jedem Spiel bei null anfangen müssen, aber leider haben wir heute die ganz klaren Chancen nicht herausgespielt. Und wenn sie kamen, waren wir nicht konsequent genug." Sein Torhüter Andreas Reinke gab zu, dass "Freiburg uns anfangs überrascht hat. Später sind wir immer stärker geworden, aber am Schluss sollte es einfach nicht sein." Sein Gegenüber, Richard Golz, meinte, wir haben "alles richtig gemacht" und ergänzte: "Werder hat es weiter selbst in der Hand, deutscher Meister zu werden."

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Gleich den ersten Gäste-Angriff schloss Kruppke freistehend vor Schlussmann Andreas Reinke eiskalt ab. Eine Minute später hätte der Ex-Lübecker erneut vollenden können, doch Reinke parierte. Beim Nachschuss zielte Tobias Willi daneben. Nur allmählich erholten sich die anfangs ungeordneten Bremer von dem Schock des frühen 0:1. Und sie hatten Glück, dass die erste gelungene Offensiv-Aktion sofort zum Ausgleich führte. Ailton nutzte die gute Vorarbeit von Ivan Klasnic zu seinem 25. Saisontor.

Bremer Sturmlauf ohne Erfolg

Die auf Konter lauernden Gäste standen auch in der Folge geschickt gestaffelt in der Hintermannschaft und machten den Bremern, bei denen im Mittelfeld von Johan Micoud und Fabian Ernst nicht die gewohnten Impulse ausgingen, das Leben schwer. Eine Chance bot sich ihnen nur per Freistoß, bei dem Krstajic aus 25 Meter am aufmerksamen Richard Golz scheiterte (36.). Kurz vor der Pause hatte Werder Glück, dass Schiedsrichter Keßler (Höhenkirchen) nach einem Konter Winfried Sanous Treffer wegen Handspiels nicht gab.

Nach dem Wechsel forcierte Werder seine Angriffsbemühigungen. Klasnic (55.) scheiterte an Golz und setzte kurz danach einen Heber neben das Gehäuse (60.). Dann prüfte Diarra seinen eigenen Keeper (64.). Gegen nur noch zehn Freiburger und nach der Hereinnahme der Stürmer Nelson Valdez und Angelos Charisteas spielte Werder fast nur noch auf ein Tor. Freiburg igelte sich hinten ein und brachte den Teilerfolg auch dank der Glanzreaktion des starken Golz gegen Krstajic (88.) mit Glück und Geschick über die Zeit.

Werder Bremen - SC Freiburg 1:1 (1:1)
0:1 Kruppke (1.)
1:1 Ailton (18.)
Bremen: Reinke - Davala (79. Charisteas), Ismael, Krstajic, Stalteri - Lisztes (65. Valdez), Baumann, Micoud, Ernst - Ailton, Klasnic
Freiburg: Golz - Kruppke, Müller, Diarra - Riether, Bajramovic, Berner - Zkitischwili (68. Konde), Antar, Willi (69. Coulibaly) - Sanou (82. Olajengbesi)
Schiedsrichter: Keßler (Höhenkirchen)
Zuschauer: 42.500
Gelbe Karten: Ismael (4), Micoud (3) / Willi
Gelb-Rote Karte: Bajramovic (Freiburg, 66.) wegen Meckerns

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