Bundesliga: Werder wieder im Aufwind - DER SPIEGEL
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Bundesliga Werder wieder im Aufwind

Durch einen 1:0-Sieg beim SC Freiburg hat Werder Bremen sein Auswärtstrauma vorerst abgelegt. Die Gastgeber müssen sich nach der zweiten Niederlage in Folge wieder mit einem Tabellenplatz im Mittelfeld begnügen.
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Freiburg - Den ersten Auswärtserfolg der laufenden Saison verdankte Werder Bremen wieder einmal Ailton. Der Brasilianer, der bereits beim 6:0 im Uefa-Cup gegen Antalyaspor dreimal getroffen hatte, erzielte in der 54. Minute das Siegtor zum 1:0 (0:0) beim SC Freiburg und brachte die Hanseaten nach einer Serie von fünf Niederlagen wieder auf Abstand zu den unteren Tabellenplätzen. Dagegen verpassten die Gastgeber den Sprung auf den vierten Tabellenplatz und müssen den Blick nun wieder nach unten richten.

Insgesamt war es ein verdienter dreifacher Punktgewinn für den konzentriert auftretenden Pokalfinalisten aus Bremen, der zahlreiche hochkarätige Torchancen ausließ. "Irgendwann musste mal der Knoten platzen. Wir können stolz auf das sein, was wir heute geleistet haben", meinte Werder-Abwehrspieler Torsten Frings. "Das 6:0 gegen Antalyaspor im Uefa-Cup hat uns Selbstvertrauen gegeben", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf.

Im Gegensatz zu Werder agierten die Freiburger in der zerfahrenen Begegnung vor 25.000 Zuschauern im ausverkauften Dreisamstadion im Spiel nach vorne ungewohnt harm- und ideenlos. "Wir haben nicht unverdient verloren. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir ganz schlecht gespielt", gab Freiburgs Trainer Volker Finke zu.

Das lag vor allem daran, dass Mittelfeldregisseur Zoubaier Baya einen ganz schwachen Tag erwischt hatte und nicht wie sonst das Spiel der Badener ordnen konnte. Zudem vergab der Kapitän unmittelbar nach der Pause die größte Möglichkeit der Gastgeber, als ihm der Ball aus kurzer Distanz versprang und der Bremer Frank Baumann zur Ecke retten konnte. "Werder hatte es heute nicht besonders schwer", gestand SC-Torwart Richard Golz, der beim Gegentreffer keine gute Figur gemacht hatte.

Viel mehr Chancen ließ die kompakt auftretende Vierer-Abwehrkette der Gäste, an der sich die Freiburger die Zähne ausbissen, jedoch nicht zu. Dagegen hätten die Norddeutschen ihrerseits bei zahlreichen gefährlichen Gegenstößen schon vorzeitig für eine Entscheidung sorgen können. Doch allein Ailton scheiterte dreimal aus aussichtsreicher Position (1., 19., 62.), zudem klärte SC-Torwart Richard Golz gegen Marco Bode (49.), den erneut von Beginn an aufgebotenen Andreas Herzog (52.), Rade Bogdanovic (76.) und Raphael Wicky (78.).

Auch nach dem Rückstand fand die Mannschaft von Freiburgs Coach Volker Finke, die zu selten über die Flügel agierte und ungewohnt viele Fehler im Kombinationsspiel machte, keine Mittel. Dagegen blieben die Bremer bei Kontern weiter gefährlich. So traf der eingewechselte Claudio Pizarro mit einem Fallrückzieher nur die Latte, den Nachschuss von Bogdanovic klärte Levan Zkitischwili zur Ecke (82.)

Von Martin Volkmar, sid

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