Bundestrainer: Löw verlängert beim DFB - DER SPIEGEL
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Bundestrainer Löw: Verärgert, verhandelt, verlängert

Foto: Bernd Weißbrod/ dpa

Bundestrainer Löw verlängert beim DFB

Joachim Löw wird die deutsche Nationalmannschaft bis zur EM 2012 betreuen. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund. Auch Manager Oliver Bierhoff und die beiden Co-Trainer Hans-Dieter Flick und Andreas Köpke verlängerten.
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Hamburg - Joachim Löw wird auch in den kommenden zwei Jahren die deutsche Nationalmannschaft betreuen. Das gab der Deutsche Fußball-Bund bekannt. Der 50-Jährige verlängerte seinen Vertrag bis zur Europameisterschaft 2012.

Damit ist noch vor dem kommenden Länderspiel am 11. August gegen Dänemark die wichtigste Personalfrage geklärt. Auch Manager Oliver Bierhoff, Co-Trainer Hans-Dieter Flick und Torwarttrainer Andreas Köpke bleiben demnach Teil des Teams. Man habe vor dem Start in den Urlaub "den Kopf freihaben wollen", zitierte die dpa ein ungenanntes Mitglied der sportlichen Leitung. Deswegen habe man sich so überraschend schnell geeinigt.

Der DFB kündigte für Dienstag um 12.30 Uhr eine Pressekonferenz an. Wie der DFB SPIEGEL ONLINE bestätigte, werden Präsident Theo Zwanziger, Generalsekretär Wolfgang Niersbach, Löw und Bierhoff teilnehmen.

Löw hatte das Amt des Bundestrainers nach der WM 2006, bei der er Assistent von Jürgen Klinsmann war, übernommen. Bei der EM 2008 führte er Deutschland ins Finale, das genau wie zwei Jahre später das WM-Halbfinale 0:1 gegen Spanien verloren ging. In 56 Länderspielen unter Löw gab es 39 Siege, 8 Unentschieden und nur 9 Niederlagen.

Start der EM-Qualifikation im September

Nach dem Testspiel gegen Dänemark startet die DFB-Auswahl am 3. September mit einem Auswärtsspiel in Brüssel gegen Belgien in die EM-Qualifikation. Weitere Gruppengegner auf dem Weg zur EM-Endrunde sind die Türkei, Österreich, Aserbaidschan und Kasachstan.

Nach der Rückkehr von der WM aus Südafrika hatte sich Löw in den Schwarzwald zurückgezogen und vor der Heimreise die Entscheidung über seine Zukunft als "völlig offen" bezeichnet. Klar war für ihn nur, dass sie "zeitnah" fallen solle. "Habe ich noch die Kraft und Energie, die Mannschaft weiter zu führen?", hatte Löw sich gefragt. Nach einigen Tagen Ruhe wollte er zunächst mit Teammanager Oliver Bierhoff ein Gespräch führen. Der Bundestrainer hatte am Turnierende gesagt, dass "die letzten neun Wochen unglaublich intensiv waren. Das hat schon viel Kraft gekostet."

Die Vertragsverhandlungen der gesamten sportlichen Leitung mit dem DFB waren zu Jahresbeginn gescheitert. Das Verhältnis zwischen Löw und Zwanziger galt lange Zeit als angespannt. Für den Nationalmannschaftsmanager Bierhoff, der mitverantwortlich für die geplatzte Vertragsverlängerung gemacht wurde, schien es keine Zukunft mehr im Verband zu geben. Mittlerweile sieht Zwanziger in ihm wieder "einen engen Vertrauten" und versichert, alle Zwistigkeiten seien ausgeräumt.

jar/fsc/dpa/sid