Champions League Bayer-Gala mit Happy End
Leverkusen - Erst sorgte Zé Roberto beim 3:0 (0:0)-Sieg für die längst überfällige Führung von Bayer Leverkusen, das seine erste Zwischenrundenpartie bei Juventus Turin mit 0:4 verloren hatte. Der Brasilianer (67.) mit den rostrotgefärbten Haaren zirkelte einen direkten Freistoß aus rund 20 Metern an Deportivo-Torwart Francisco Molina vorbei ins kurze Eck. Nationalspieler Bernd Schneider war zuvor gefoult worden.
Drei Minuten später war Oliver Neuville in der mit 22.500 Zuschauern ausverkauften BayArena zur Stelle. Der deutsche Nationalstürmer traf vom Strafraumrand zum 2:0. Der Mannschaftskollege des 28-Jährigen in der DFB-Auswahl, Carsten Ramelow, hatte Neuville mit einem gelupften Pass in den freien Raum vorgelegt. Michael Ballack (79.) erzielte per Kopf den dritten und letzten Treffer für die Gastgeber an diesem Abend. Zé Roberto hatte die Ecke präzise auf Ballack geschlagen, der bei seinem Tor allerdings von einem Stellungsfehler Molinas profitierte.
"Wir mussten gewinnen, um dranzubleiben"
"Wir wussten, dass wir heute gewinnen mussten, um vor der Winterpause noch dranbleiben zu können", sagte Bayer-Trainer Klaus Toppmöller, dessen Mannschaft am vergangenen Samstag bei Werder Bremen die erste Niederlage in der laufenden Bundesligasaison (1:2) kassiert hatte. Mit der Leistung seines Teams war der 49-Jährige sehr zufrieden: "Nachdem wir einige hochkarätige Chancen vergeben haben, sind wir in der zweiten Halbzeit belohnt worden. Da waren etliche Traumkombinationen dabei."
Nach dem Sieg von Bayer und der gleichzeitigen 1:3-Niederlage des Turiner Starensembles bei Arsenal London haben nach dem zweiten Spieltag der Zwischenrundengruppe D alle Mannschaften jeweils ein Spiel gewonnen und eines verloren. Dank der besseren Tordifferenz führt Turin vor Arsenal, Bayer und La Coruna.
"Jetzt ist in unserer Gruppe wieder alles möglich. Von einem Knacks nach der Niederlage in Turin und Bremen war nichts zu spüren", freute sich Bayer-Manager Reiner Calmund. Und Kapitän Jens Nowotny, der am vorigen Wochenende die Rote Karte gesehen hatte, fügte hinzu: "Wir können wirklich stolz sein auf diese Leistung. Wir haben gezeigt, dass wir aus dem Tief der vergangenen Woche heraus sind und haben absolut verdient gewonnen."
Bayer hatte viele Chancen vergeben
Vor dem ersten Streich hatte die Toppmöller-Mannschaft Chancen gleich serienweise ausgelassen. Den Anfang machte der spätere Torschütze Zé Roberto (5.), dann vergab Schneider (13.). Boris Zivkovic (35.), Ballack (36.) und Neuville (38.) machten es gleichfalls nicht besser.
La Coruna bot eine enttäuschende Leistung und bestätigte seine Auswärtsschwäche. Die Gäste, die die vergangenen vier Punktspiele in der Primera Division auf des Gegners Platz verloren hatten, waren fast ausschließlich in der Defensive.
Nur der Niederländer Roy Makaay (14., 33. und 73.) sorgte vor dem Tor von Bayer-Keeper Jörg Butt für Gefahr. Zum Auftakt der Zwischenrunde hatte der spanische Meister des Jahres 2000 den FC Arsenal London im eigenen Stadion noch mit 2:0 besiegt.
Bayer Leverkusen - Deportivo La Coruna 3:0 (0:0)
1:0 Zé Roberto (64.)
2:0 Neuville (67.)
3:0 Ballack (79.)
Leverkusen: Butt - Zivkovic, Lucio, Nowotny, Placente - Ramelow, Schneider, Zé Roberto, Ballack (87. Vranjes) - Kirsten (75. Bastürk), Neuville (86. Berbatov)
La Coruna: Molina - Berenguel, Donato, Naybet, Romero, Scaloni (71. Djalminha) - Emerson, Mauro Silva, Valeron (76. Tristan), Fran (59. Amavisca) - Makaay
Schiedsrichter: Vassaras (Griechenland)
Zuschauer: 22.500 (ausverkauft)
Gelbe Karte: - / Scaloni