Champions League Bayern vor Einzug ins Viertelfinale
München - Mit seinem Kopfballtreffer in der 79. Minute sicherte der Brasilianer den mühsamen 1:0 (0:0)-Sieg des deutschen Meisters. Der eingewechselte Bayern-Stürmer Carsten Jancker hatte zuvor einen Einwurf des Franzosen Bixente Lizarazu per Kopf zu Elber verlängert.
Durch den zweiten Heimsieg in der Zwischenrunde hat die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld in der Gruppe C die Tabellenführung vor dem Rückspiel am kommenden Mittwoch in Moskau gefestigt. Das Viertelfinale ist nun in greifbare Nähe gerückt.
Vor 31.000 Zuschauern im Münchner Olympiastadion dominierten die Bayern zwar die Anfangsphase, konnten aber eine Vielzahl an Tormöglichkeiten nicht nutzen. Der erneut starke Jens Jeremies sah zudem die dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb und ist damit für die kommende Partie in der russischen Hauptstadt gesperrt. Die Münchner bleiben unter Hitzfeld in der Champions League zu Hause weiter ungeschlagen.
Die Bayern hatte eine Vielzahl an Torchancen
In ihrem 150. Meisterpokal-Spiel begannen die Bayern äußerst druckvoll. Im Mittelfeld setzten Kapitän Stefan Effenberg und Mehmet Scholl die Akzente, unterstützt von Jeremies als Libero. So kamen die Münchner auch zu herausragenden Torchancen. Der Brasilianer Giovane Elber traf mit einem herrlichen Schlenzer aus rund 15 Metern Entfernung in der 32. Minute den Innenpfosten. Zuvor hatten bereits Scholl (7.) und ebenfalls Elber (15. und 17.) beste Möglichkeiten, die sie nicht nutzten.
Nach der Sturm- und Drangphase der Münchner kam jedoch der russische Rekordmeister - 13-mal sowjetischer und siebenmal russischer Titelträger - besser in die Partie und ließ sich von den Gastgebern, die in der Saison 1994/95 zweimal gegen die Russen unentschieden gespielt hatten, nicht mehr beeindrucken. Die Mannschaft von Trainer Oleg Romanzew, die in der Vorrunde Bayer Leverkusen ausgeschaltet hatte, erspielte sich ihrerseits einige gute Chancen.
Nach dem Wechsel kam Spartak besser ins Spiel
Zunächst prüfte Wassili Baranow Bayern-Torwart Oliver Kahn mit
einem Distanzschuss aus rund 20 Metern Entfernung (20.). Dann
verfehlte der Usbeke Djafar Irismetow nach einem Missverständnis
zwischen Samuel Kuffour und Jeremies mit einem Fallrückzieher nur
knapp. Weitere Chancen hatten der Brasilianer Robson (41.) und sein
Landsmann Marcao (64.). Für die Bayern boten sich Scholl (67.) und
Elber (74.) in der zweiten Halbzeit gute Möglichkeiten für einen Treffer.
Bayern-Trainer Hitzfeld war trotz der geringen Torausbeute zufrieden. "Die Mannschaft hat insgesamt gut nach vorne gespielt. Gegen Moskau muss man erst einmal so viele Chancen herausspielen." Zudem habe man ständig auf der Hut sein müssen: "Wenn man die Moskauer spielen lässt, sind sie brandgefährlich."
"Wir waren überzeugt, gewinnen zu können"
Auch für die Bayern-Abwehr fand der Erfolgscoach ein paar anerkennende Worte: "In der Defensive haben wir wenige Chancen zugelassen. Wir waren überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen können." Dieser Argumentation mochte auch Hitzfelds Kollege Oleg Romanzew nichts entgegensetzen. "Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden und noch nicht einmal 50 Prozent unserer Leistung
gebracht. Der Sieg für die Bayern war verdient."
FC Bayern München - Spartak Moskau 1:0 (0:0)
1:0 Elber (79.)
FC Bayern München: Kahn - Kuffour, Jeremies, Linke - Salihamidzic, Fink,
Effenberg (89. Tarnat), Lizarazu - Sergio (65. Jancker), Elber,
Scholl (83. Sagnol)
Spartak Moskau: Filimonow - Kowtun, Mitrewski, Ananko, Tchusje -
Baranow, Titow, Bulatow, Robson - Irismetow, Marcao (71. Besrodny)
Schiedsrichter: Fisker (Dänemark)
Zuschauer: 31.000
Gelbe Karten: Jeremies (3), Lizarazu (2) - Ananko (4), Kowtun
(3), Marcao (2), Titow