Champions League: Beckenbauer will abspecken - DER SPIEGEL
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Champions League Beckenbauer will abspecken

Bayern-Chef Franz Beckenbauer fordert eine Verkleinerung der Champions League und stößt damit auf massiven Widerstand.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - "13 statt 17 Spiele sind genug. Nach der ersten Gruppenrunde müsste es direkt im K.o.-System mit dem Achtelfinale weitergehen", forderte der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einem Interview mit dem Sport-Informationsdienst (sid).

Der Vorsitzende des FC Bayern München ist sogar bereit, für eine Reduzierung auf Geld zu verzichten: "Man kann nicht alles wollen. Man muss auch geben. Hohe Garantiesummen und weniger Spiele - das geht natürlich nicht." Man müsse, so Beckenbauer, auch stärker ans Publikum denken: "Es gibt zu viele Spiele. Die Spieler sind nicht ausgeruht und bringen nicht ihre volle Leistung. Die Zuschauer haben aber ein Recht darauf, denn sie zahlen den vollen Preis."

Mit seinen Wünschen steht Beckenbauer international jedoch allein auf weiter Flur und dürfte beim derzeit laufenden Treffen von 64 europäischen Spitzenklubs beim Sitz der Uefa im schweizerischen Nyon kaum eine Chance haben, sich durchzusetzen. Das Haupthindernis sind die zum Teil hochverschuldeten Spitzenvereine aus Südeuropa: Diese haben ihre Fernsehrechte bereits über Jahre hinaus vergeben und kassieren Vorschüsse in Millionenhöhe.