Protest gegen Europapokal-Ausschluss Charkow scheitert vor dem Cas
Charkow-Profi Sosa (r.): Keine Spiele im europäischen Wettbewerb
Foto: Marius Becker/ dpaHamburg - Bundesligist Schalke 04 wird in den Playoffs zur Champions League gegen PAOK Saloniki mit dem früheren S04-Trainer Huub Stevens spielen. Der Internationale Sportgerichtshof Cas in Lausanne hat den Protest des ukrainischen Vizemeisters Metalist Charkow gegen den Ausschluss von der Europapokal-Saison 2013/14 abgewiesen.
Die Europäische Fußball-Union (Uefa) ermittelt wegen Korruptionsvorwürfen gegen den Club. Hintergrund ist die Verwicklung des Metalist-Sportdirektors Jewgeni Krasnikow in einen Manipulationsskandal im Jahr 2008. Angeblich war im April 2008 ein Punktspiel in der Ukraine gegen Karpaty Lwiw (4:0) manipuliert worden.
Charkow war dem FC Schalke am 9. August zugelost worden. Stattdessen trifft der Bundesligist am kommenden Mittwoch (20:45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) nun auf Saloniki, das Rückspiel findet am 27. August in Thessaloniki statt. Der griechische Club wurde von der Uefa als Nachrücker festgelegt. Saloniki war in der dritten Qualifikationsrunde gegen Charkow nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel und einem 1:1 im Rückspiel gescheitert.
Die Entscheidung der Uefa hatte viele Experten überrascht. Es war davon ausgegangen worden, dass Charkow an der Qualifikation teilnehmen darf. Auch Schalkes Sportvorstand Horst Heldt war nicht von einem Ausschluss ausgegangen. Die Wahrscheinlichkeit sei nach seinen Informationen "gleich Null", hatte Heldt nach der Auslosung gesagt.