Champions League Dortmund weiter im großen Geschäft dabei
Dortmund - Der BVB setzte sich am Mittwochabend mit 2:1 (1:1) gegen Arsenal London durch. Vor 51.200 Zuschauern im ausverkauften Westfalenstadion hatte Thierry Henry (18.) den englischen Double-Gewinner in Führung gebracht.
Tomas Rosicky erzielte in der 38. Spielminute mit einem Freistoß aus rund 20 Metern den Ausgleich. Der Brasilianer Gilberto hatte den Ball noch abgefälscht. Auch der Siegtreffer ging auf das Konto des BVB-Regisseurs. Der 22-Jährige (63.) verwandelte einen Foulelfmeter zum 2:1.
Arsenal-Torwart David Seaman hatte Rosickys tschechischen Landsmann Jan Koller nach Ansicht des Referees Manuel Mejuto Gonzalez aus Spanien im Strafraum zu Fall gebracht. Für "Gunners"-Coach Arsene Wenger war es eine klare Fehlentscheidung: "Der Schiedsrichter war heute dafür verantwortlich, dass Dortmund gewonnen hat. Aus meiner Sicht war das kein Elfmeter, sondern eine Schwalbe."
Dortmund souverän eine Runde weiter
Mit zehn Punkten hat Dortmund die Führung in der Vorrundengruppe A übernommen und sich damit vorzeitig die Teilnahme an der Zwischenrunde gesichert. Zuletzt vor vier Jahren hatte der BVB die zweiten Gruppenphase der Champions League erreicht. "Seht ihr Bayern, so wird das gemacht", lästerten die Fans der Schwarz-Gelben über den tags zuvor gescheiterten Rivalen aus München.
"Wir haben eine gute Leistung gebracht und schon eine gute erste Halbzeit gespielt, dann aber ein dummes Gegentor gekriegt", sagte Borussen-Trainer Matthias Sammer, "heute stand eine sehr junge Mannschaft auf dem Platz. Deswegen ist nach dem Rückstand die Leistung der Mannschaft noch höher anzurechnen."
Arsenal ebenfalls in der Zwischenrunde
Auch Arsenal (neun Zähler) ist weiterhin in der europäischen Königsklasse dabei. Der PSV Eindhoven ist trotz des 3:0 (1:0)-Sieges gegen Auxerre mit fünf Punkten ausgeschieden. Das gilt auch für die Franzosen, die mit vier Zählern Gruppenletzter sind.
Bereits in der überaus druckvollen Anfangsphase hätte Dortmund gegen Arsenal eine 2:0-Führung vorlegen können, wenn nicht sogar müssen. Nach 72 Sekunden lief Lars Ricken, der den Vorzug gegenüber Stefan Reuter erhalten hatte, alleine auf Seaman zu, traf aber nur den linken Pfosten. In der 14. Minute köpfte Koller nach einer Vorlage des Brasilianers Dede ebenfalls freistehend den Ball an den rechten Innenpfosten.
Müde zweite Halbzeit
Auch Christian Wörns (24.) und Ewerthon (26.) ließen nach dem Rückstand durch Henrys Freistoßtor gute Möglichkeiten ungenutzt. In der 38. Minute wurden aber die BVB-Angriffsbemühungen schließlich doch belohnt: Rosicky zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, der Brasilianer Gilberto fälschte den Ball mit dem Hinterkopf leicht, aber unhaltbar für Seaman ins eigene Tor ab.
In der Halbzeitpause hatte es sich wohl bis zu Sammer und Wenger ("Wir hatten ein besseres Ergebnis verdient") herumgesprochen, dass Auxerre beim PSV Eindhoven zurücklag und damit beide Teams kaum noch etwas zu verlieren hatten. Denn nach dem Wechsel ließ auf beiden Seiten der Offensivdrang erheblich nach. Außer dem von Rosicky verwandelten Strafstoß gab es kaum noch sehenswerte Szenen.
Borussia Dortmund - Arsenal London 2:1 (1:1)
0:1 Henry (18.)
1:1 Rosicky (38.)
2:1 Rosicky (63./Foulelfmeter)
Dortmund: Lehmann - Evanilson, Wörns, Metzelder, Dede -
Kehl (69. Reuter), Frings - Rosicky (90. Madouni) - Koller, Ewerthon,
Ricken (84. Heinrich)
Arsenal: Seaman - Lauren, Campell, Cygan, Cole - Pires (67.
Toure), Vieira, Gilberto (80. Edu), Ljungberg - Wiltord (78. Kanu),
Henry
Schiedsrichter: Gonzales (Spanien)
Zuschauer: 51.200 (ausverkauft)
Gelbe Karte: Reuter / -