Champions League: Friedliche Nullnummer - DER SPIEGEL
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Champions League Friedliche Nullnummer

Die Erfolgsserie von Rudi Völler als Teamchef von Bayer Leverkusen ist auch im Spiel um die "Goldene Ananas" nicht gerissen. Zum Abschluss der CL-Vorrunde erreichten die Werksfußballer ein torloses Remis bei Sporting Lissabon.
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Lissabon - Mit einer Nullnummer im "Freundschaftsspiel" bei Sporting Lissabon hat sich Bayer Leverkusen zum zweiten Mal nach 1997/98 vorzeitig aus der Champions League verabschiedet. Der deutsche Vizemeister, der bereits vorher als Gruppen-Dritter und "Absteiger" in den UEFA-Pokal feststand, blieb damit auch in seinem sechsten Spiel unter der Regie von Teamchef Rudi Völler ungeschlagen. Durch den Punktgewinn vor nur 8000 Zuschauern im Stadion Alvalade verdienten die Leverkusener immerhin noch einmal 600.000 Mark Prämie. Bester Akteur der mit einer verstärkten B-Auswahl angetretenen Werkself war Torhüter Pascal Zuberbühler, der eine Reihe guter Torgelegenheiten der Hausherren zunichte machte und damit den ersten Europacup-Sieg von Sporting gegen eine deutsche Mannschaft vereitelte.

Angesichts der Bedeutungslosigkeit der Partie gab Rudi Völler bei seinem letzten Europacup-Einsatz als sportlich Verantwortlicher Bayers der zweiten Garnitur Spielpraxis. Außer Nowotny (gesperrt) sowie Kirsten und Reeb (verletzt) fielen mit Ballack, Ramelow, Neuville und Brdaric vier weitere Stammspieler in der Anfangsformation der "Rotation" des Teamchefs zum Opfer. Weil sich zudem Stammkeeper Matysek beim Morgen-Training eine leichte Blessur zugezogen hatte, durfte der in Leverkusen nicht unumstrittene Zuberbühler wieder einmal zwischen die Pfosten.

Seine erste Bewährungsprobe bestand der Schweizer in der 11. Minute mit Bravour, als er einen Flachschuss von Barbosa meisterte. Auch in der Folgezeit hielt Zuberbühler, der seit seinem schweren Patzer in der ersten Begegnung gegen Lissabon in der Kritik steht, ohne Fehl und Tadel. Den Freistoß von Andre Cruz (28.) meisterte er ebenso sicher wie den Schuss von Acosta (48.). Mit seiner besten Parade verhinderte der 29-Jährige in der 51. Minute gegen Joao Pinto den drohenden Rückstand.

Obwohl für beide nichts mehr auf dem Spiel stand, entwickelte sich vor der Mini-Kulisse eine temporeiche Partie, die von den Abwehrreihen dominiert wurde. Eine solide Vorstellung lieferte dabei auf Leverkusener Seite der Kroate Vranjes, der für Nowotny im Deckungszentrum agierte. Kaum Wirkung ging dagegen von Hejduk und Ojigwe auf den Außenpositionen aus. Die beste Möglichkeit für Bayer in der ersten Hälfte leitete Kovac mit einem Pass auf Ponte ein, doch der Brasilianer scheiterte an einer Fußabwehr von Sporting-Torhüter Nelson (18.).

Im zweiten Durchgang stellte der 17fache portugiesische Meister die ambitioniertere Mannschaft. Die Gastgeber forcierten das Flügelspiel und stellten die Leverkusener Defensive damit vor einige Probleme. Allerdings fehlte Sporting im Angriff die Durchschlagskraft. Erst in den letzten 20 Minuten setzte Völler mit der Einwechslung von Brdaric und Neuville bedingungslos auf die Karte Offensive.

Von Gregor Derichs, dpa