Champions League: Leverkusens dritter Streich - DER SPIEGEL
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Champions League Leverkusens dritter Streich

In der Champions League siegt Bayer Leverkusen auch gegen Fenerbahce Istanbul und kann schon einmal für die Zwischenrunde planen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Die Mannschaft von Trainer Klaus Toppmöller gewann in der mit 22.500 Zuschauern ausverkauften BayArena das Nachholspiel gegen Fenerbahce Istanbul 2:1 (1:1). Die ursprünglich für den 12. September vorgesehene Begegnung war wegen der Terroranschläge in New York und Washington abgesagt worden.

Für die Leverkusener war es in der Vorrundengruppe F der dritte Erfolg im dritten Spiel. Zuvor hatte es Siege bei Olympique Lyon (1:0) und gegen den FC Barcelona (2:1) gegeben. Mit der Maximalpunktzahl von neun Punkten ist Leverkusen souveräner Spitzenreiter und hat das Erreichen der nächsten Runde so gut wie sicher. Nur Panathinaikos Athen und Real Madrid waren in der europäischen Königsklasse bislang ebenso erfolgreich.

"Wir waren zunächst nervös"

"Neun Punkte nach den ersten drei Spielen hätten wir mit Sicherheit nicht erwartet. Aber bisher hat die Mannschaft gut gespielt", sagte Toppmöller und gab zu: "Wir waren zunächst auch nervös, sind aber nach dem Rückstand Gott sei Dank nochmal zurückgekommen."

Vor allem mit der Einstellung seiner Mannschaft war der zu Saisonbeginn als Vogts-Nachfolger nach Leverkusen gekommene Coach mehr als zufrieden: "Das war jetzt schon das vierte Mal, dass wir gegen eine starke Mannschaft nach einem Rückstand noch den Ausgleich gemacht haben."

Schlechter Beginn für Bayer

Dabei fing es gegen Fenerbahce, das von 3000 Fans unterstützt wurde, alles andere als günstig für Bayer an. Schon nach sechs Minuten ging die bis dahin tor- und punktlose Istanbuler Mannschaft mit 1:0 in Führung.

Der 23-malige israelische Nationalspieler Haim Michael Revivo schlenzte den Ball aus zwölf Metern Entfernung unhaltbar für Bayer-Torwart Jörg Butt in den Winkel. Begünstigt wurde das Tor durch einen kapitalen Schnitzer von Nationalspieler Jens Nowotny. Der Abwehrchef unterlief im Mittelfeld einen Querpass.

Bayer-Keeper Butt verhinderte das 0:2

Während Leverkusen weiter Mühe hatte, ins Spiel zu finden und sich kaum Chancen erarbeiten konnte, wusste der 14-malige türkische Meister nicht nur wegen des Führungstreffers durchaus zu gefallen. Das mögliche 0:2 verhinderte Butt in der 35. Minute, als er aus drei Metern Entfernung einen Kopfball von Akdeniz mit dem Fuß abwehrte.

Im Gegenzug fiel dann der etwas überraschende Ausgleich. Mit einem schönen Hackentrick setzte Nationalspieler Michael Ballack Lucio in Szene. Bayers Brasilianer ließ sich die Chance nicht entgehen und traf aus 16 Metern halbhoch zum 1:1-Ausgleich (35.). Für Lucio war es der ersten Europacup-Treffer.

Gelb-rote Karte kurz nach dem Ausgleich

Als ob dies nicht bereits genug Unheil für Fenerbahce gewesen wäre, schickte Schiedsrichter Alain Hamer Samuel Johnson zwei Minuten später mit der gelb-roten Karte vom Platz. Der Ghanaer, der zuvor schon eine Verwarnung erhalten hatte, war Carsten Ramelow in die Beine gesprungen.

Nach dem Wechsel drängte Leverkusen die Gäste weiter in die Defensive. Nachdem einige guten Gelegenheiten nicht genutzt wurden - unter anderem scheiterte Ulf Kirsten -, gelang Vorbereiter Ballack nach 59 Minuten die verdiente 2:1-Führung. Obwohl der diese Saison in nunmehr 14 Pflichtspielen ungeschlagene Bundesliga-Zweite weiter das Spiel eindeutig bestimmte, blieb es beim knappen Sieg.


Bayer Leverkusen - Fenerbahce Istanbul 2:1 (1:1)
0:1 Revivo (6.)
1:1 Lucio (35.)
2:1 Ballack (59.)
Leverkusen: Butt - Schneider, Nowotny, Lucio, Placente - Ramelow - Bastürk, Ballack, Ze Roberto (90. Vranjes) - Kirsten (86. Sebescen), Neuville (68. Berbatow)
Fenerbahce Istanbul: Rüstu - Ogün (78. Günes), Meric, Mirkovic, Ümit - Lazetic (78. Serhat), Johnson, Abdullah, Akdeniz - Revivo (64. Bayraktar) - Rapajc
Schiedsrichter: Hamer (Luxemburg)
Zuschauer: 22.500 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Placente (2), Nowotny (2) / Ümit, Ogün, Revivo, Rapajc, Akdeniz
Gelb-rote Karte: Johnson (Fenerbahce, 38.) wegen wiederholten Foulspiels