Champions League: Möller am Schalker Pranger - DER SPIEGEL
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Champions League Möller am Schalker Pranger

Nach dem Aus in der Champions League widmet sich Schalke 04 der Ursachenforschung. Einen Schuldigen hatten die Verantwortlichen schnell ausgemacht.
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Athen - Schon in der Halbzeitpause der 0:2 (0:1)-Niederlage bei Panathinaikos Athen hatte Schalkes Manager Rudi Assauer vor laufender TV-Kamera seinen Spieler Andreas Möller für einen "dummen Fehler" gemaßregelt.

Auch Trainer Huub Stevens, der seinem Team "Moral und Einstellung" nicht absprechen wollte, kritisierte Möller wie auch andere Spieler namentlich. "Wenn man solche Fehler macht und die Durchschlagskraft nicht aufbringt, hat man in der Champions League nichts zu suchen."

"Damit kann ich gut umgehen"

Die Vorwürfe saßen. "Es kann nicht sein, dass einzelne Spieler für die Niederlage verantwortlich gemacht werden. Ich hoffe nicht, dass das der Weg ist, den Schalke in Zukunft einschlagen will", schimpfte Möller und bekannte sich immerhin zu seinen spielentscheidenden Fehlern: "Das wollen alle hören, das gebe ich auch gerne zu. Damit kann ich gut umgehen, ich habe ja schon einige Erfahrung damit."

Vor dem Führungstreffer durch Emmanuele Olisadebe (31.) hatte Möller mit einem leichtfertigen Foul einen Freistoß verursacht. Athens 2:0-Torschützen Michalis Konstantinou (60.) war der Treffer durch einen Fehlpass des nominellen Schalker Spielmachers ermöglicht worden.

"Fragen Sie die Spieler selbst"

"Warum sie solche Fehler machen, müssen Sie die Spieler selbst fragen. Ich habe ihnen vorher jedenfalls nicht gesagt, dass sie die machen sollen", lästerte Stevens weiter und flüchtete sich in Fußballerweisheiten: "Ich habe immer gesagt, es ist leichter, nach oben zu kommen, als oben zu bleiben." Manager Assauer hatte das Stadion kommentarlos verlassen und schwieg auch entgegen seiner sonstigen Gewohnheit auf dem Rückflug.

Nach der vierten Niederlage im fünften Spiel der europäischen Fußball-Königsklasse hat Schalke nur noch theoretische Chancen, weiter im internationalen Geschäft zu bleiben. Bei einem Sieg am kommenden Dienstag gegen Arsenal London und einer gleichzeitigen Niederlage von Mallorca gegen Athen würde Schalke als Tabellendritter der Gruppe C in den Uefa-Cup wechseln. "Ich hoffe, unsere griechischen Freunde tun auf Mallorca ihre Pflicht", beendete Stevens einen unerfreulichen Abend.