Champions League Rosicky lässt Dortmund hoffen
Dortmund - Dank Tomas Rosicky kann Borussia Dortmund wieder von der Zwischenrunde in der Champions League träumen. Mit seinem Tor des Tages in der 34. Minute sicherte der Tscheche den Platzherren am Mittwochabend vor 41.500 Zuschauern im Westfalenstadion den wichtigen 1:0 (1:0)-Heimsieg über Dynamo Kiew.
Damit kann der BVB im letzten Spiel der Gruppe B am kommenden Dienstag beim FC Liverpool aus eigener Kraft den Sprung in die lukrative nächste Runde schaffen, die dem Verein weitere 30 Millionen Mark in die Kasse spülen würde. Vollends versöhnen konnte sich der BVB mit seinen Fans trotz des Sieges nicht.
Drei Tage nach der peinlichen 0:2-Heimschlappe in der Bundesliga gegen den SC Freiburg kehrte der schmerzlich vermisste Regisseur Rosicky in das BVB-Team zurück - und mit dem Tschechen wieder mehr Spielkultur. Auch ohne die Brasilianer Marcio Amoroso (gesperrt) und Ewerthon (nicht spielberechtigt) sowie Jürgen Kohler und Miroslav Stevic (beide Muskelverletzungen) agierte Dortmunds Elf deutlich überlegen, machte sich diesen Vorteil aber durch eine hohe Fehlpassquote oft selbst wieder zunichte. Zudem gingen die Borussen mit ihren Torchancen fahrlässig um: Erst schoss Jan Koller nach Dedes Flanke volley vorbei (8.), dann war es der Brasilianer selbst, der freistehend das Tor verfehlte (18.).
Lehmann rettete in der Schlussminute
Das verdiente Führungstor für die Westfalen gelang nach Stefan Reuters Steilpass Rosicky. Er überwand nach einem schönen Dribbling Gäste-Keeper Witali Rewa. Während die Ukrainer im Angriff harmlos blieben und nur bei einem Fernschuss von Husin (43.) ansatzweise Gefahr versprühten, hätte Jan-Derek Sörensen (44.) fast den zweiten Treffer markiert. Doch der Kopfball des Norwegers wurde im letzten Moment abgeblockt.
Nach dem Wechsel sah sich die Mannschaft von Matthias Sammer, der in der Nacht vor dem Spiel zum dritten Mal Vater wurde, einem mehr auf Offensive bedachten Widersacher gegenüber. Kiew musste mehr riskieren, Dortmund bot sich nun mehr Raum für Konter, den die Borussen aber zu wenig nutzten.
Bei Rickens Fernschuss (53.) war erneut Rewa zur Stelle. 13 Minuten später wäre der gute Dynamo-Schlussmann chancenlos gewesen, doch Rickens Schuss von der Strafraumgrenze strich ebenso knapp am Pfosten vorbei wie Olisehs Freistoß (72.). Dortmund baute
weiter ab und enttäuschte in der zweiten Halbzeit, konnte sich aber zum Glück auf seine Hintermannschaft verlassen, die die wenigen gefährlichen Aktionen der enttäuschenden Gäste sicher kontrollierte. In der Schlussminute rettete Keeper Jens Lehmann den knappen Sieg.
BVB-Trainer Matthias Sammer kritisierte die mäßige Vorstellung seiner Kicker in den zweiten 45 Minuten: "Wir haben in der zweiten Halbzeit Nerven gezeigt und können deshalb nicht richtig zufrieden sein. Es darf nicht sein, dass wir nur von Tomas Rosicky abhängig sind."
Dortmund - Dynamo Kiew 1:0 (1:0)
1:0 Rosicky (34.)
Bor. Dortmund: Lehmann - Wörns, Metzelder, Reuter - Evanilson, Dede, Oliseh, Rosicky, Ricken (90. Madouni) - Sörensen (83. Bugri),Koller
Dynamo Kiew: Rewa - Waschtschuk, Nesmachny, Fedorow, Gavrancic (62. Bodnar) - Gioane, Gusin, Chatskewitsch, Belkjewitsch -Melaschenko, Lucky (54. Cernat)
Schiedsrichter: Vassaras (Griechenland)
Zuschauer: 42.000
Gelbe Karte: Cernat (90.)