Champions League: Stuttgart enttäuscht mit Remis bei Urziceni - DER SPIEGEL
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Urziceni gegen Stuttgart: Tasci trifft, Lehmann fliegt vergebens

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images

Champions League Stuttgart enttäuscht mit Remis bei Urziceni

Unentschieden beim rumänischen Meister - der VfB Stuttgart bleibt sieglos in der Champions League. In der Partie bei Unirea Urziceni bot der Bundesligist eine schwache Leistung, wirkte trotz einer frühen Führung ideenlos. Und der härteste Gruppengegner wartet erst noch.
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Hamburg - Unbedrängt erhielt Boka den Ball auf der linken Seite. Jetzt noch ein, zwei schnelle Schritte, dann von der Grundlinie aus gefährlich in den Strafraum flanken. Arthur Boka, kleingewachsener Spieler aus der Elfenbeinküste, hat alle Anlagen dazu. Gute Technik und einen kraftvollen linken Fuß. Doch bevor er beides einsetzen konnte, stolperte der Außenverteidiger des VfB Stuttgart. Nicht endgültig, er blieb auf den Beinen, doch für die Flanke war es zu spät, der Gegenspieler bereits da.

Ähnlich erging es dem gesamten Team in Bukarest. Gegen Unirea Urziceni bot der Bundesligist eine schwache Leistung, stand sich mehrmals selbst im Weg, fiel jedoch nicht ganz. Am Ende musste sich der VfB von Trainer Markus Babbel mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Das zweite Remis im zweiten Gruppenspiel. Und der schwerste Gegner kommt erst noch: der FC Sevilla. Serdar Tasci (5.) für Stuttgart und Serban Varga (48.) erzielten die Treffer der Partie.

"Wir haben wieder zwei Punkte verloren. Das Gegentor haben wir zu einfach hergeschenkt. Wir machen Fehler und die werden eiskalt bestraft. Das ist sehr bitter", sagte VfB-Coach Babbel. "In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv, im zweiten Durchgang haben wir es eigentlich besser gemacht, aber da sind wir durch den Treffer bestraft worden."

Vor gut 13.000 Zuschauern lieferte der VfB eine schwache Vorstellung ab. Von Selbstvertrauen war nicht viel zu sehen, die Babbel-Elf agierte viel zu verhalten, offenbarte große Mängel im Spielaufbau und produzierte viele technische und taktische Fehler. Allerdings war auf dem erschreckend holprigen Rasen auch kaum ein vernünftiges Passspiel möglich.

Stuttgarter ließen sich zu schnell in die Defensive drängen

Dabei erwischte der VfB einen Start nach Maß. Nach einer unfreiwilligen Kopfballvorlage von Mittelfeldspieler Epaminonda Nicu fiel der Ball Serdar Tasci im Strafraum vor die Füße, abgeklärt erzielte der Innenverteidiger die Führung. Anschließend ließen sich die Stuttgarter weit in die Defensive drängen. Der FC Unirea bestimmte fortan die Begegnung und setzte die Gäste zumeist mit langen Bällen in die Spitze und Angriffe über die Außenbahnen unter Druck. Die größte Chance zum Ausgleich vergab in der 32. Minute Marius Bilasco - der Mittelstürmer verfehlte aber aus fünf Metern das Tor.

Die Passivität des VfB wurde kurz nach der Pause bestraft. Rechtsaußen Serban Varga erzielte mit einem Schuss aus gut zwölf Metern aus halbrechter Position den verdienten Ausgleich für den rumänischen Meister. Torhüter Jens Lehmann war chancenlos. Heraufbeschworen hatte die Situation allerdings Timo Gebhart mit einem völlig verunglückten Kopfball im eigenen Strafraum.

Roberto Hilbert vergibt Chance kurz vor Schluss

Erst nach dem Gegentreffer taten die Gäste wieder mehr für die Offensive. So prüfte einmal Pogrebnjak den rumänischen Schlussmann Giedrius Arlauskis von der Strafraumgrenze (55.). Außerdem tauchte Ciprian Marica zweimal gefährlich vor dem Tor auf (57./63.). Die beste Chance vergab Roberto Hilbert (84.), als er aus kurzer Entfernung deutlich über das Tor schoss.

Damit steht der Tabellen-Elfte der Bundesliga vor dem Aufeinandertreffen mit dem FC Sevilla am 20. Oktober stark unter Druck. Anschließend muss der VfB noch zweimal auswärts antreten, auf des Gegners Plätzen ist er in der Champions League allerdings seit nunmehr vier Spielen ohne Sieg.

Unirea Urziceni - VfB Stuttgart 1:1 (0:1)
0:1 Tasci (5.)
1:1 Varga (48.)
Urziceni: Arlauskis - Galamaz, Maftei, Bruno Fernandes - Nicu, Apostol, Ricardo Vilana, Brandan - Varga (90. Paduretu), Balan (46. Frunza) - Bilasco (64. Rusescu).
Stuttgart: Lehmann - Celozzi, Tasci, Delpierre, Boka - Khedira, Hitzlsperger - Hilbert, Gebhart - Marica (64. Schieber), Pogrebnjak.
Schiedsrichter: Laurent Duhamel (Frankreich)
Zuschauer: 13.557
Gelbe Karten: Maftei - Schieber, Gebhart

fsc/sid