Christoph Daum: Endlich wieder Tretmühle - DER SPIEGEL
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Christoph Daum Endlich wieder Tretmühle

Nach dem Tohuwabohu der letzten Tage ist Leverkusens Trainer froh, wieder in den Alltag der Bundesliga einsteigen zu dürfen. Zum Thema Hoeneß verkniff sich Daum nahezu jeden Kommentar.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Leverkusen - Christoph Daum hat bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Pressekonferenz von Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß die Rückkehr zur Normalität gefordert. Der Leverkusener Trainer betonte am Donnerstag, dass "ich seit Anfang der Woche meine Verantwortung wieder zu 100 Prozent aufgenommen habe." Weil die meisten Spieler mit ihren Auswahlmannschaften unterwegs waren, hatte Daum die Trainingsleitung in der vergangenen Woche in erster Linie seinem Assistenten Roland Koch überlassen. "Die Zeit war wichtig um andere Dinge zügig abzuwickeln", so Daum.

Zwei Tage vor dem Bundesligaspiel beim SV Werder Bremen und der anschließenden Reise zur Champions-League-Partie bei Real Madrid war der Leverkusener Trainer nicht mehr bereit, zur Auseinandersetzung mit Hoeneß Stellung zu nehmen. Lediglich eine Äußerung des Bayern-Managers kommentierte der Fußball-Lehrer indirekt: "Wenn hier und da über die Dauer eines eventuellen Sanatoriumsaufenthaltes nachgedacht wird, dann möchte ich nicht die Zeit benennen, die ich eigentlich in ein Sanatorium gehört hätte." Hoeneß hatte bei seiner Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass er selbst sich als Opfer einer Medienkampagne fühle und ein Mensch mit einem normalen Nervenkostüm eigentlich vier Wochen in ein Sanatorium müsste.

Auf seiner Internetseite  bedankte sich der 46-jährige Daum "auch im Namen meiner Kinder" für den enormen Zuspruch, den er in seiner elektronischen Post erhalten habe. Darüber hinaus wies Daum auf seiner Homepage darauf hin, dass sein Anwalt Matthias Prinz die Strafanzeige gegen Uli Hoeneß aufrechterhalten werde.

Daum betonte, dass es nun seine wichtigste Aufgabe sei, die Konzentrationsfähigkeit der Spieler zu fordern. "Ich versuche, die Mannschaft aufgabenorientiert vorzubereiten", sagte der Bayer-Coach vor den nächsten entscheidenden Spielen gegen Bremen und Madrid.

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