Ciriaco Sforza: "Einige mobben gegen mich" - DER SPIEGEL
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Ciriaco Sforza "Einige mobben gegen mich"

In einem Zeitungsinterview erhebt der ausgebootete Bayern-Libero Ciriaco Sforza schwere Vorwürfe gegen einige Mannschaftskollegen.
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München - "Hier stimmt was nicht. Einige in der Mannschaft mobben gegen mich. Das lasse ich mir nicht gefallen, sonst bin ich hier der Depp", erklärte der Schweizer gegenüber der Münchner "tz".

"Der Trainer muss jetzt auf den Tisch hauen. So geht's jedenfalls nicht weiter", meinte der 30-Jährige, den Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld für das Bundesligaspiel am Sonnabend in Wolfsburg nicht nominiert hatte, um ihn nach etlichen schlechten Beurteilungen vor Kritik zu schützen. Hitzfeld bezweifelt allerdings Sforzas Vermutungen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich einige Spieler bewusst gegen Sforza stellen. Davon hätte ich was gemerkt, vor allem auf dem Spielfeld."

"Ich blicke voll durch, was zurzeit gegen mich abläuft"

Nach Darstellung des vor Saisonbeginn für fast 13 Millionen Mark vom 1. FC Kaiserslautern verpflichteten Sforza betreiben mehrere Kollegen gezielt Politik gegen ihn: "Ich blicke voll durch, was da zurzeit gegen mich abläuft. Ich habe aus sicherer Quelle erfahren, dass verschiedene Spieler kürzlich im Trainingslager in Spanien eine Sitzung abgehalten haben und sich dabei gegen mich ausgesprochen haben." Anschließend hätten diese Bayern-Profis versucht, "auch andere gegen mich aufzuhetzen". Für Sforza ist klar: Mit Mitspielern, die "keinen Charakter" hätten, könne man nicht Fußball spielen.

"Ich verstehe nicht, was jetzt hier abläuft"

München ein zweites Mal verlassen, wie schon einmal Richtung Inter Mailand, will Sforza trotzdem nicht: "Ich will hier noch einiges bewegen. Ich verstehe nicht, was jetzt hier abläuft." Respekt äußerte Sforza für Bayern-Kapitän Stefan Effenberg und Münchens Nationaltorwart Oliver Kahn, die ihn nach der Kritik der vergangenen Wochen gestützt hatten: "Das sind Kerle, die haben Charakter, die halten zu ihren Mitspielern. Jetzt ist der Trainer und der Verein am Zug, die müssen jetzt Klartext sprechen."

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