Cottbus - Nürnberg: "Ich wollte eigentlich flanken" - DER SPIEGEL
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Cottbus - Nürnberg "Ich wollte eigentlich flanken"

Energie Cottbus feierte gegen Aufsteiger Nürnberg den zweiten Heimsieg der Saison. Der Schütze des spielentscheidenden Treffers war von seinem Erfolgserlebnis überrascht.
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Cottbus - Sechstes Heimspiel in Folge ohne Niederlage: Der FC Energie Cottbus ist im heimischen "Stadion der Freundschaft" eine Macht. "Das 1:0 war sehr wichtig, aber wir müssen in Zukunft auch besser Fußball spielen», lässt Trainer Eduard Geyer aberkeine Euphorie aufkommen. "So viele Fehler wie heute haben wir noch nie gemacht", analysierte der Energie-Coach. Den Sieg über den Neuling 1. FC Nürnberg verdienten sich die Lausitzer über weite Strecken in einer Abwehrschlacht. Der Pole Andrzej Kobylanski sorgte vor 15 702 Zuschauern mit einem direkt verwandelten Freistoß (20. Minute) für die Entscheidung.

Nürnberg harmlos


In hohem Maße profitierten die Gastgeber in einem schwachen Spiel von der Harmlosigkeit des Nürnberger Angriffs. "Der Mannschaft fehlt einfach noch die Cleverness und Abgeklärtheit", kommentierte "Club"-Coach Klaus Augenthaler die zweite Saison-Niederlage. Die Gäste, gestärkt durch den Heimsieg gegen Freiburg, setzten zwar die deutlicheren Akzente, die Torgefahr aber tendierte gegen null.

Die Gastgeber suchten ohne den an einer Virusgrippe erkrankten Spielmacher Vasile Miriuta von Beginn an vergeblich eine spielerische Linie. So fiel auch die Führung wie aus heiterem Himmel: Nils-Eric Johansson stoppte Marko Topic am Strafraumeck regelwidrig, Kobylanski schlenzte den Freistoß in den langen Winkel. "Ganz klar mein Fehler. Von dort darf man niemals ein Tor kriegen", gab Club-Keeper Darius Kampa zu. Der Schütze räumte ein: "Ich wollte eigentlich flanken."

Da Silva traf die Latte


Cottbus zog sich danach zurück, überbrückte das Mittelfeld mit langen Bällen auf die drei Spitzen Topic, Antun Labak und Brasilia. "Da haben wir das zweite Tor verpasst", wetterte Geyer. Der brasilianische Neuzugang Brasilia vergab freistehend (31.), einen Kopfball von Janos Matyus (34.) parierte Kampa großartig. Der Ex-Ulmer da Silva traf ebenfalls per Kopf nur die Latte (34.). Dagegen bedrohten die Nürnberger nur mit einem Weitschuss von Marek Nikl das Cottbuser Tor (43.).

Noch deutlicher wurde die Nürnberger Feldüberlegenheit nach der Pause. "So weit wollten wir uns nie und nimmer zurück ziehen", meinte Geyer. Die Gäste setzten sich zwar einige Male über die Flügel gut in Szene. "Doch es ist keine einzige Flanke gekommen", monierte Augenthaler. Und die wenigen brenzligen Szenen bereinigte Piplica wie gegen Kai Michalke (49.). Als der eingewechselte Jacek Krzynowek (72.) und David Jarolim (90.) auch gute Freistoßchancen nicht nutzen konnten, dazu Piplica einen Fernschuss von Frank Wiblishauser parierte (90.), war der glückliche Erfolg der Cottbuser perfekt.

Energie Cottbus - 1. FC Nürnberg 1:0 (1:0)
1:0 Kobylanski (20.)
Cottbus: Piplica - Sebök - da Silva, Matyus - Reghecampf (75. Thielemann), Kaluzny, Akrapovic, Kobylanski - Brasilia (81. Scherbe), Topic, Labak (66. Helbig)
Nürnberg: Kampa - Frey (66. Krzynowek), Kos, Johansson, Wiblishauser - Sanneh, Nikl, Jarolim, Müller - Michalke, Gomis (73. Hobsch)
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 15.702
Gelbe Karten: Kaluzny, Helbig, Thielemann / Frey, Kos, Krzynowek

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