Cottbus - Stuttgart Energie am Tiefpunkt
Cottbus - "Es gibt nichts zu beschönigen. Heute sind wir am Boden zerstört", sagte Cottbus-Trainer Eduard Geyer am Samstag nach dem glücklichen 0:0 gegen den VfB Stuttgart, "wir haben eigentlich alles falsch gemacht, haben kaum einen Zweikampf gewonnen und keinen Ball gehalten. Da ging alles in die Hose."
Noch deutlicher wurde Sebastian Helbig. "Das hat mit Bundesliga nichts zu tun. Ein Grottenkick, so steigen wir ab", schimpfte der Energie-Stürmer. "Wenn er das heutige Spiel meint, hat er sicher nicht unrecht", bestätigte Geyer, der nach der zehnten sieglosen Begegnung in Folge ratlos wirkte: "Ich muss da erst 'mal eine Nacht drüber schlafen. Anfang nächster Woche werden wir die Marschroute ausgeben, wie wir die letzten vier Spiele in diesem Jahr über die Runden bringen."
Die Cottbusser, gegen deren Vereinsführung die Staatsanwaltschaft wegen Untreue ermittelt, konnten sich nicht eine einzige Torchance erarbeiten. "Ich wäre als Zuschauer wahrscheinlich nach einer halben Stunde weggerannt", gestand Energie-Spieler Christian Beeck mit Blick auf die Saison-Minuskulisse von 13.780 Fans im Stadion der Freundschaft.
Platzverweis für den Cottbusser Scherbe
Zu sportlicher Inkompetenz gesellte sich auch noch Unbeherrschtheit auf Seiten des Tabellen-15. Jörg Scherbe, trat kurz vor Schluss direkt vor den Augen von Schiedsrichter-Assistent Rainer Werthmann gegen den Stuttgarter Offensivkraft Jochen Seitz nach und kassierte zu Recht die Rote Karte.
"Wir müssen hungriger werden. Wenn man so überlegen ist, muss man auch drei Punkte holen", sah Stuttgarts Trainer Felix Magath trotz des Unentschiedens Grund zur Kritik. Es sei jedoch "viel zu früh", das Saisonziel neu zu definieren, sagte der VfB-Coach: "Es bleibt unser Ziel, möglichst von unten weg zu bleiben."
Energie Cottbus - VfB Stuttgart 0:0
Energie Cottbus: Piplica - da Silva, Beeck, Scherbe - Kaluzny, Akrapovic, Reghecampf, Miriuta (64. Labak), Kobylanski (29. Hujdurovic) - Helbig, Topic (80. Brasilia)
VfB Stuttgart: Hildebrand - Hinkel, Marques, Bordon, Wenzel - Soldo, Meißner (64. Endress), Seitz (90. Adhemar), Balakov, Hleb (64. Tiffert) - Ganea
Schiedsrichter: Krug (Gelsenkirchen)
Zuschauer: 17.000
Gelbe Karten: Kaluzny (3), da Silva (3), Akrapovic (3), Helbig (5) / Seitz, Meißner (2), Hinkel
Rote Karte: Scherbe (Cottbus, 88.) wegen einer Tätlichkeit