Dänemark: Rückkehr als Underdog - DER SPIEGEL
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Dänemark Rückkehr als Underdog

Der Glanz des EM-Titels von 1992 ist mit den Jahren verblasst. Bei der WM-Endrunde in Japan und Südkorea genießt Dänemark wieder die Rolle des Außenseiters.
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Nationalcoach Morten Olsen ist es nur Recht, dass kein Experte seine Mannschaft auf dem Favoritenzettel hat: "In solchen Momenten waren wir immer am besten."

Schon in der Qualifikation sorgte die Mannschaft für eine Überraschung, als die Dänen die höher eingeschätzten Tschechen hinter sich ließen und als ungeschlagener Gruppensieger das WM-Ticket lösen konnten. Nach der enttäuschenden EM 2000, als die Dänen in Belgien und den Niederlanden mit drei Niederlagen in der Vorrunde ausschieden, durften die Fans wieder über "Danish Dynamite" jubeln.

Vater des Aufschwungs ist Olsen, der das Traineramt vom glücklosen Bo Johansson übernommen hat. Unter dem 52 Jahre alten Rekordnationalspieler ist das Team kontinuierlich in den erweiterten Kreis der europäischen Spitzenmannschaften zurückgekehrt. In seiner Zeit als Coach des früheren Champions-League-Siegers Ajax Amsterdam hat sich Olsen des Offensivfußballs angenommen. Mit seinem System hat er Dänemark vor seiner dritten WM-Teilnahme alte Stärken zurückgegeben.

Außerdem gelang es dem früheren Weltklasselibero, aus Dänemarks über ganz Europa verstreuten Topspielern ein harmonisches Team zu formen. Allen voran Ebbe Sand vom DFB-Pokalsieger Schalke 04, sind viele von Olsens Schützlingen bei europäischen Spitzenclubs zu Akteuren von internationaler Klasse gereift. Rückhalt der Mannschaft ist Keeper Thomas Sörensen vom FC Sunderland, der die Nachfolge von Torwart-Legende Peter Schmeichel angetreten hat.