Das Spitzenspiel zwischen Dortmund und Bayern im Statistik-Check - DER SPIEGEL
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Dortmund gegen Bayern Das Spitzenspiel im Statistik-Check

Borussia Dortmund und der FC Bayern machen die Meisterschaft unter sich aus, am Mittwochabend treffen sie im direkten Duell aufeinander. Statistisch ist die Sache klar: Gewinnt der BVB, wird er Meister. Allerdings müsste Dortmund dafür einen langjährigen Rekord einstellen.
BVB-Trainer Klopp, Angreifer Lewandowski: Seit 23 Liga-Partien ungeschlagen
BVB-Trainer Klopp, Angreifer Lewandowski: Seit 23 Liga-Partien ungeschlagen

BVB-Trainer Klopp, Angreifer Lewandowski: Seit 23 Liga-Partien ungeschlagen

Foto: Peter Steffen/ dpa
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Hamburg - Jürgen Klopp traut Statistiken nicht. "Meines Wissens sind danach noch zwölf Punkte zu vergeben", sagt der BVB-Coach vor dem Spitzenspiel gegen Bayern München (Mittwoch 20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE): "Meiner Meinung nach fällt da keine Vorentscheidung. Und das ist für mich, ehrlich gesagt, die einzig relevante Meinung."

Mit einem Sieg gegen die Bayern hätte seine Mannschaft sechs Punkte Vorsprung auf Platz zwei. Anders als sein Trainer glaubt aber Verteidiger Mats Hummels nicht, "dass wir uns das dann noch nehmen lassen". Die Statistik bestärkt Hummels. Einen solchen Rückstand hat laut Sportdatenanbieter Opta so spät in der Saison bisher noch kein Team aufgeholt. Sollten die Bayern dagegen gewinnen, wären sie aufgrund der besseren Tordifferenz erstmals seit dem 19. Spieltag Tabellenführer.

Zum siebten Mal treffen Borussia Dortmund und Bayern München als Erster und Zweiter aufeinander - der BVB liegt bei dieser Konstellation mit drei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen knapp vorne. Beide Teams kommen nach dem 29. Spieltag zusammen auf 129 Zähler. Ein besseres Spitzen-Duo gab es seit Einführung der Drei-Punkte-Regel noch nie.

Die Tendenz spricht für einen Dortmunder Sieg: Die drei vergangenen Bundesliga-Spiele gegen die Bayern gewann der BVB. Sollte am Mittwoch ein weiterer Erfolg hinzukommen, würde das Team eine Bestleistung einstellen: Bisher schaffte es nur Werder Bremen, viermal in Folge gegen den FCB zu gewinnen, unter Trainer Otto Rehhagel in den Jahren 1991 bis 1993.

Trifft Gomez gewinnen die Bayern

In Rekordform sind die Borussen auf jeden Fall. Mit 66 Punkten nach 29 Spielen hat der BVB die Vereinsbestmarke aus der Vorsaison bereits eingestellt und spielt dank der besseren Tordifferenz aktuell die beste Saison der Clubgeschichte. Einen weiteren Vereinsrekord baute Dortmund am vergangenen Spieltag weiter aus: Das Team ist aktuell seit 23 Liga-Partien ungeschlagen (18 Siege, fünf Remis).

Laut Münchens Trainer Jupp Heynckes habe der BVB "kleine Vorteile". Aber auch die Bayern sind seit neun Pflichtspielen unbesiegt (acht Siege, dazu ein Erfolg im Elfmeterschießen). Mit 32 Punkten seit der Winterpause ist Dortmund auch das beste Team der Rückrunde. Die Bayern waren die beste Mannschaft der Hinrunde (37 Punkte).

Mit Bayern (69 Tore) und Dortmund (66) treffen die beiden besten Offensivreihen der Bundesliga direkt aufeinander. Bayerns Mario Gomez liegt mit 25 Toren an der Spitze der Torjägerliste. So viele Treffer hatte der Stürmer nach 29 Spielen noch nie erzielt. Die Bayern haben in dieser Saison alle 22 Pflichtspiele gewonnen, in denen Mario Gomez getroffen hat.

Was aber, wenn die BVB-Abwehr Gomez in den Griff bekommen und kein Tor zulassen sollte? "Wenn ich jünger wäre, würde ich mich einwechseln", scherzte Heynckes am Dienstag auf der Pressekonferenz. Tore gegen Dortmund hat der ehemalige Top-Stürmer schließlich schon viele erzielt: Seine letzte Partie als Bundesliga-Spieler bestritt er 1978 mit Gladbach gegen Dortmund. Beim 12:0, dem höchsten Sieg der Ligageschichte, erzielte er fünf Treffer.

luk