Demo im Saal: Tumulte bei Daum-Prozess - DER SPIEGEL
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Demo im Saal Tumulte bei Daum-Prozess

Am 18. Verhandlungstag im Kokain-Prozess gegen Christoph Daum war ausnahmsweise etwas los. Zwei Anhänger des Fußballtrainers sorgten im Gerichtssaal des Landgerichts Koblenz für Aufregung.
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Koblenz - Die Daum-Fans demonstrierten am Dienstag vor Prozessbeginn im Schwurgerichtssaal 128 ihre Solidarität mit dem wegen Kokainmissbrauchs angeklagten Ex-Coach des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, der derzeit den türkischen Spitzenclub Besiktas Istanbul trainiert.

Die beiden Zuschauer aus Köln entrollten ein großes weißes Tuch, auf das sie mit schwarzer Schrift den Slogan "Gerechtigkeit für Daum in Koblenz? Kaum" geschrieben hatten. Anschließend wurden die beiden Aktionisten von Ordnungsbeamten aus dem Gerichtsgebäude geleitet.

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Staatsanwaltschaft

Während der Verhandlung tat sich nicht viel. Anklage und Verteidigung überzogen sich - wie immer - gegenseitig mit Vorwürfen. Die unerquicklichen Zickereien gipfelten in einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Staatsanwaltschaft, die die Daum-Anwälte einlegten.

Die Anklagebehörde verschleppe parallele Ermittlungen gegen einen geladenen Hauptbelastungszeugen und blockiere damit offensichtlich den Fortgang der Hauptverhandlung, erklärte Verteidiger Rolf Stankewitz. "Das sind die üblichen Phantastereien der Rechtsanwälte", blaffte Staatsanwalt Jörg Angerer zurück. Fortsetzung folgt - am kommenden Dienstag.