Der Fall Kehl: Die Akte ist geschlossen - DER SPIEGEL
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Der Fall Kehl Die Akte ist geschlossen

In einem Schlichtungsgespräch haben Vertreter von Bayern München und Borussia Dortmund den Transferstreit um Jung-Nationalspieler Sebastian Kehl endgültig beigelegt.
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München - Mit der von Bayern Münchens Manager Uili Hoeneß geforderten öffentlichen Entschuldigung seitens Sebastian Kehls ist der Streit zwischen Dortmundern und Münchenern beendet. Der 21-Jährige entschuldigte sich öffentlich beim Weltpokalsieger und Champions-League-Gewinner aus München.

"Ich habe mich davon überzeugt, dass Bayern München davon ausgehen konnte, dass eine Zusage zu einem Wechsel nach München besteht. Ich habe Verständnis, wenn der FC Bayern München über meine Entscheidung, zu Borussia Dortmund zu wechseln, enttäuscht ist", wird Kehl in einer über die Deutsche Fußball-Liga (DFL) verbreitete Presse-Erklärung zitiert.

Kehl unterstrich nochmals, dass er sich aus sportlichen Gründen für einen Transfer zu den Westfalen entschieden habe. Der ehemalige Freiburger war zum Ende der vergangenen Woche für 3,1 Millionen Euro Ablöse vom SC Freiburg zum BVB gewechselt. Zuvor hatte er ein von den Bayern erhaltenes Darlehen für seinen verabredeten Wechsel an die Isar zurückgezahlt.

Annäherung auf Hoeneß' Geburtstagsparty

Auf Initiative des Vorsitzenden der Geschäftsführung der DFL, Wilfried Straub, war es am Sonntag zum klärenden Gespräch zwischen den zerstrittenen Parteien in München gekommen. Laut DFL respektiert der FC Bayern die Erklärung Kehls "und wünscht ihm für seine sportliche Entwicklung beim BVB und in der Nationalmannschaft alles Gute".

Das Ende der leidigen Diskussionen hatte sich bereits am Vortag angedeutet. Am Rande der Feier zu seinem 50. Geburtstag Bereitschaft ließ Hoeneß Bereitschaft erkennen, das Thema aus der Welt zu schaffen. Auch Borussen-Präsident Gerd Niebaum hatte nach Gesprächen mit der Münchner Club-Führung während der Hoeneß-Feier die Bereitschaft zu einer einvernehmlichen Lösung signalisiert.

Den von Hoeneß aus Verärgerung über Kehls Verhalten angedrohten Gang vor das Arbeitsgericht wird es nun nicht geben. Zudem werden die Bayern wohl darauf verzichten, eine anteilige Ablösesumme für Kehl einzuklagen.

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