Der Hamburger SV baut neues Zentrum für den Fußball-Nachwuchs - DER SPIEGEL
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Fußball-Bundesliga HSV baut Campus für den Nachwuchs

Erwartet wurde der Transfer von Rafael van der Vaart - am Ende gab es nur ein neues Nachwuchszentrum. Der Hamburger SV will in Zukunft verstärkt in die eigene Jugend investieren. Dafür gibt es zum 125-jährigen Jubiläum eine Fan-Anleihe. Das Thema van der Vaart beschäftigt die Bosse aber weiter.
HSV-Boss Jarchow (l.), Sportchef Arnesen: "Konsequente Förderung des Nachwuchses"
HSV-Boss Jarchow (l.), Sportchef Arnesen: "Konsequente Förderung des Nachwuchses"

HSV-Boss Jarchow (l.), Sportchef Arnesen: "Konsequente Förderung des Nachwuchses"

Foto: Marcus Brandt/ dpa
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Hamburg - Es klang nach Großem, was der Hamburger SV zu verkünden hatte. Kurzfristig hatte der Bundesligaclub am Donnerstag um 13 Uhr zu einer "außerordentlichen Pressekonferenz" eingeladen - und prompt brodelte die Gerüchteküche. Kommt Rafael van der Vaart zurück zum HSV? Stellt Investor und Milliardär Klaus-Michael Kühne wieder finanzielle Mittel zur Verfügung? Oder muss gar Sportchef Frank Arnesen wegen Erfolglosigkeit gehen? Nichts dergleichen. Der HSV baut nur ein neues Nachwuchszentrum und will dieses über eine Fananleihe finanzieren.

"Ziel ist es, den HSV national und international wieder als Spitzenmannschaft zu positionieren. Dies gelingt nur durch konsequente Förderung des Nachwuchses", sagte Carl-Edgar Jarchow, Vorstandsvorsitzender des Clubs. Direkt neben der HSV-Arena, wo bereits die Trainingsplätze der Profis sind, soll der HSV-Campus entstehen. Dort werden unter anderem das Internat, das Nachwuchsleistungszentrum sowie das Trainingszentrum untergebracht sein.

Finanzieren will der klamme Club das Projekt über eine Jubiläums-Anleihe. Fans des Bundesligisten, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert, können voraussichtlich ab dem 29. September Wertpapiere mit einer festen Verzinsung von sechs Prozent über sieben Jahre erwerben. Einzelheiten dazu sollen noch folgen. Insgesamt will der HSV auf diesem Wege 12,5 Millionen Euro einnehmen.

Das Thema van der Vaart ist indes noch nicht vom Tisch. Seit Wochen hält sich das Gerücht, der Niederländer kehre zum HSV zurück, für den er bereits von 2005 bis 2008 auflief. Derzeit spielt der 29-Jährige bei Tottenham Hotspur, hat in London noch einen Vertrag bis 2014 und wäre wohl nicht unter einer Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro zu haben. Dazu kommt das Gehalt von jährlich wohl mehr als vier Millionen Euro. Geld, das der HSV trotz des Transfers von Stürmer Paolo Guerrero nicht hat.

Milliardär Kühne könnte dem HSV bei van-der-Vaart-Wechsel helfen

"Es ist ausgeschlossen, dass wir so einen Deal alleine stemmen können", sagte HSV-Sportdirektor Frank Arnesen dem Bezahlsender Sky. Trainer Thorsten Fink sagte: "Rafael ist ein sehr guter Spieler, der sehr interessant für den HSV wäre, wenn wir das Geld hätten, um ihn zu bezahlen."

Möglich, dass sich Milliardär Kühne ein zweites Mal finanziell engagiert. Der Mehrheitseigner des Logistikunternehmens Kühne + Nagel hatte dem Club bereits vor zwei Jahren 12,5 Millionen Euro für Transfers zur Verfügung gestellt und sich im Gegenzug jeweils ein Drittel der Transferrechte an sechs HSV-Profis gesichert. Zuletzt signalisierte Kühne erneut seine Bereitschaft, den HSV finanziell zu unterstützen.

ham